Reichtumsverteilung ist durchaus ein Thema, aber nicht das Kernproblem der Rente.
Dem stimme ich zu. Möglicherweise könnte man hier jedoch eine (Teil)Lösung der Finanzierung der Rente im Besonderen und des Sozialstaates im Allgemeinen finden?
"Ziehen wir die Konsequenz aus diesen Fakten, so stellen wir fest, dass die deutsche Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert viel größere demografische Entwicklungen verkraftet hat, als dies für die Zukunft erwartet wird. Und das wurde begleitet von einem massiven Wachstum des Wohlstands für alle und einem kräftigen Auf- und Ausbau der Sozialsysteme, bei gleichzeitiger massiver Verkürzung von Arbeitszeiten. Die Lebensarbeitszeit verringerte sich von früher 14 bis 70 auf heute ungefähr 20 bis 65 Jahre; der Jahresarbeitszeit von etwa 50 Wochen auf heute ungefähr 46; der Wochenarbeitszeit von ca. 60 auf ca. 40 Stunden heute.[7]
Der Umstand, dass die Bevölkerung massiv gealtert ist und weniger Kinder geboren wurden, erzwang im letzten Jahrhundert also mitnichten einen Abbau sozialer Leistungen oder die heute oft geforderten längeren Arbeitszeiten. Der Grund dafür, dass unsere Gesellschaft diese Entwicklungen so gut verkraften konnte, liegt in bestimmten und bestimmenden ökonomischen Faktoren, auf die weiter unten näher einzugehen ist."
Also ich stimme dir in der Frage ja sogar weitgehend zu, das was da steht passt aber halt nicht zu dem was oben steht, dass die Arbeitsstunden gestiegen sind. Nach dem Abschnitt hier fallen sie immer weiter was denn nun?
Der Rückgang der Lebensarbeitszeit und der Wochenarbeitszeit ist kompensiert worden, durch den Eintritt vieler Frauen ins Berufsleben. Von daher ist das Argument schwach, bzw. betrachtet nicht alles.
Richtig ist, damit ist es jetzt vorbei. Frauen arbeiten mittlerweile fast so viel wie Männer, sozialversichernungspflichtig! (Mit Care Arbeit meist sogar mehr.)
Solange diese keine negative Rendite erwirtschaftet wie seit vielen Jahre bei uns. Wir haben defacto keine Entlastung, sondern eine exorbitante Zusatzbelastung.
Also ich stimme dir in der Frage ja sogar weitgehend zu, das was da steht passt aber halt nicht zu dem was oben steht, dass die Arbeitsstunden gestiegen sind. Nach dem Abschnitt hier fallen sie immer weiter was denn nun?
Die Arbeitsstunden sind demnach (Grafik) um plus 3,2 % gestiegen in den vergangenen 28 Jahren und im Vergleich viel deutlich weniger als die wirtschaftliche Arbeitsproduktivität.
Zitat:
Zitat von MattF
Der Rückgang der Lebensarbeitszeit und der Wochenarbeitszeit ist kompensiert worden, durch den Eintritt vieler Frauen ins Berufsleben. Von daher ist das Argument schwach, bzw. betrachtet nicht alles.
Richtig ist, damit ist es jetzt vorbei. Frauen arbeiten mittlerweile fast so viel wie Männer, sozialversichernungspflichtig! (Mit Care Arbeit meist sogar mehr.)
Generell sieht die Erwerbstätigkeit der Frauen und die Zahlungen in die Sozialversicherungen natürlich historisch betrachtet sehr differenziert aus, je nach Klassenzugehörigkeiten und Kriegswirtschaft und Nachkriegszeit. Marxistisch gesehen würde ich sagen, dass früher historisch das Gehalt eines Arbeiters zum Teil die Reproduktion der Familie (Frau / Kinder) mitbeinhaltete, was heute nicht mehr so wie damals der Fall ist. Gäbe es keine oder nur geringe Frauenerwerbstätigkeit müsste entsprechend der Lohn der Männer und ihre Sozialleistungsbeiträge entsprechend höher sein. Insofern kann man die Frauenerwerbstätigkeit nicht mit eingewanderten Arbeitskräften und ihren Familien gleichsetzen.
Heute spielen bei Rentenansprüchen Ehe / Familie dennoch eine erhebliche Rolle, weil bisher keine komplette Individualisierung stattfand. (Witwenrente z.B.)
Die Arbeitsstunden sind demnach (Grafik) um plus 3,2 % gestiegen in den vergangenen 28 Jahren und im Vergleich viel deutlich weniger als die wirtschaftliche Arbeitsproduktivität.
So lange das Diagramm nicht um die Inflation bereinigt ist, kann man daraus gar nichts sehen.
Die Grafik stellte natürlich die Produktivitätsentwicklung in den letzen Jahrzehnten dar.
Wer etwas mehr substantielle Hintergrundinformationen möchte, lese den 5 Jahre alten detailierten Artikel dieser Statistiker über die relevanten Grössen für die Renten in den nächsten Jahrzehnten …...
Der ist jetzt mal interessant, Danke für den Hinweis
Also interessant in dem Sinne, dass ich beim Querlesen dachte, ich lese das mal später genauer lesen um das Argument zu verstehen. Die Autoren polemisieren dann doch recht stark, was mE stört ….
m.