Zitat:
Zitat von Genussläufer
Falsch ist, dass man Linksextremismus als Problem ignoriert.
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Ich halte diese Einschätzung für nicht richtig. Ignorieren bedeutet, dass man nichts tut oder etwas nicht ernst nimmt Der Verfassungsschutz beobachtet aber linksextremistische Strukturen seit Jahrzehnten, veröffentlicht jährlich Personenpotenziale, Gewaltanteile und Straftaten.
Linksextrem motivierte Straftaten werden erfasst und verfolgt.
Der Staatsschutz unterhält eine eigene Kategorie:
https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben...inks_node.html
Das wichtige Fahndungserfolge ausbleiben, schreibe ich vor allem den Bedingungen (Brandanschläge z.B. als Delikte schwierig aufzuklären, vermutlich nur kleine Zellen). Und das trifft auch auf rechts zu. Du erinnerst Dich doch noch an die NSU-Morde ?
Sicher gibt es Unterschiede, weil sich in den letzten Jahrzehnten Linksextremismus mit einem Schwerpunkt auf Sachbeschädigung, Brandstiftung, Angriffen auf Polizei und ähnlichem manifestiert hat ( anders war das zu Zeiten der RAF). der Verfassungsschutz weist eine deutlich geringere Zahl tödlicher Gewalttaten aus im Vergleich zum Rechtsterrorismus und vergleichsweise lockere Organisationsstukturen. Die systemische Bedrohung wird aktuell als signifikant geringer eingeschätzt als von rechts. Das halte ich für eine legitime Einschätzung
Das dann eine Regierung eine Gewichtung dort setzt, wo die systemische Bedrohung für das Land und das Gefährdungspotenzial für Leib und Leben am höchsten ist, ist eine politische Gewichtung, kein ideologisches Wegsehen.
Ein Staat kann mehrere Extremismen gleichzeitig bekämpfen und dennoch Schwerpunkte setzen. Eine begründete Priorisierung ist aber noch keine Parteinahme und erst recht kein Ignorieren,
Was mich tatsächlich stört ist, dass Linke Gewalt
moralisch öfters mal anders bewertet wird wie rechte Gewalt. Innerhalb der Gesellschaft und auch in Teilen von Regierungen. Das finde ich falsch. Aber das ist etwas anderes, als dem Staats ignorieren vorzuwerfen.