Auf t-online: Demokratische Spielregeln missachtet Donald Trump, das Völkerrecht interessiert ihn nicht. Ist der US-Präsident ein Faschist, gar ein neuer Hitler? Nein, sagt Historiker Thomas Weber. Das mache Trump aber keineswegs weniger gefährlich.
Auf t-online: Demokratische Spielregeln missachtet Donald Trump, das Völkerrecht interessiert ihn nicht. Ist der US-Präsident ein Faschist, gar ein neuer Hitler? Nein, sagt Historiker Thomas Weber. Das mache Trump aber keineswegs weniger gefährlich.
Andere Historiker verwenden "Faschismus" als Oberbegriff, während Weber den Begriff mehr oder weniger mit dem Hitler Nationalsozialismus gleichsetzt, was ich problematisch finde. Er vergleicht den NS-Staat mit der Trump Administration und kommt dann wegen der Abweichungen zum Schluss, dass es sich bei Trump nicht um ein faschistisches Herrschaftssystem handelt. Selbstverständlich haben die faschistischen Herrschaftsformen auch unterschiedliche Spezifika, die es herauszuarbeiten gilt, wie z.B. die lateinamerikanischen Militärdiktaturen im 20. Jahrhundert oder der europäische Faschismus oder der amerikanische.
Andere Historiker verwenden "Faschismus" als Oberbegriff, während Weber den Begriff mehr oder weniger mit dem Hitler Nationalsozialismus gleichsetzt, was ich problematisch finde. Er vergleicht den NS-Staat mit der Trump Administration und kommt dann wegen der Abweichungen zum Schluss, dass es sich bei Trump nicht um ein faschistisches Herrschaftssystem handelt. Selbstverständlich haben die faschistischen Herrschaftsformen auch unterschiedliche Spezifika, die es herauszuarbeiten gilt, wie z.B. die lateinamerikanischen Militärdiktaturen im 20. Jahrhundert oder der europäische Faschismus oder der amerikanische.
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Eine geschlossene Ideologie gibt es sicher nicht, dazu ist der grosse orangene Führer intellektuell nicht in der Lage. - aber wenn man die MAGA Vertreter wie Bannon, Vance oder Miller anschaut, zeigen sich einige üble Abgründe, die man problemlos als faschistoid bezeichnen kann.
Dass man an der Aushebelung der demokratischen Institutionen arbeitet und damit einer Diktatur näher kommt, macht es nicht besser oder schlechter, bloss weil der Machtanspruch nicht hinter einer Ideologie verbrämt wird. Wenn es nötig ist, zaubern sie die auch noch aus dem Hut.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie.
Das wird jetzt aber ein Streit um Worte. Natürlich folgt die Trump Regierung einer Agenda und sie verfolgt ein Ziel wie eine neue Gesellschaftsstruktur auszusehen hat.
Wenn man sich auf Wikipedie den ersten Absatz zu Ideologie ansieht, dann passt das in meine Augen weitgehend auf das, was die Maga Bewegung und Leute wie Peter Thiel anstreben.
Und wenn man sich dann den ersten Absatz über Project 2025 ansieht, hat man auch die niederschriebene Grundlage.
Aber wie gesagt WORTE. Wie man das nennt ist mehr eine wissenschaftliche Frage, der Einordnung. Und da gibt es natürlich Argumente zu beiden Seiten.
P.s.: Dafür wurde auch glaub ich das Wort faschistoid erfunden. „dem Faschismus ähnlich“, „faschistische Züge tragend“
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Ich verstehe nicht, wie Weber drauf kommt, Trump würde keine bestimmte Ideologie vertreten. Die Maga Bewegung vertritt eine ideologische Position sogar sehr stark und befindet sich in einem Kulturkampf mit anderen Positionen. Die Merkmale der Maga Ideologie weisen eindeutig faschistoide Anzeichen auf wie Rassismus, White Supremacy, Nationalismus, Verfolgung und Unterdrückung Andersdenkender u.a.
Trumps Ideologie heißt allerdings vor allem Trump, für den ganzen theoretischen Unterbau und Hintergrund hat das orangene Spatzenhirn doch gar keine intellektuelle Möglichkeit, das zu erfassen.
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Trumps Ideologie heißt allerdings vor allem Trump, für den ganzen theoretischen Unterbau und Hintergrund hat das orangene Spatzenhirn doch gar keine intellektuelle Möglichkeit, das zu erfassen.
Auf alle Fälle hat er hoch ausgebildete Menschen im Hintergrund. Das war bei den Nazis nicht anders. Man muss nur in manche Gesichter schauen, die hinter ihm stehen, wenn er was verkündet. Auch das fast schon legendäre Essen mit der versammelten Tech-Elite fand ich höchst bemerkenswert. Er hat schwergewichtige Unterstützer. Auch das war bei den Nazis nicht anders. Das macht Trump natürlich nicht zu einem Hitler oder Nazi, aber er weicht aus meiner Sicht deutlich vom Demokratieverständnis ab. Über Europa witzelt er, äfft Macron u.a. nach. Meines Wissens macht er das nicht bei Putin oder Xi. Wundert mich nicht, wenn er mit strammen Strukturen liebäugelt: Zum Geld- u. Machtvermehren weniger ist das vermutlich die erfolgversprechendere Struktur. Demokratie dagegen hilft dem gemeinen Volk.