Und es fällt mir auf, dass ich irgendwie der einzige bin, der auf dem Rad so hoch bzw. weit nach vorn schaut. Macht euch das nicht nervös, nicht zu wissen, wo ihr hin fahrt? Das ist vermutlich bei mir auch die Ursache für den hohen Kopf
fahre ich auf allen Distanzen. Alles in Eigenregie eingestellt. War mal beim Buchstaller, um den passenden Sattel und Rahmengröße herauszufinden. Seitdem hat sich aber einiges wieder verändert.
LG
Also vom optischen Eindruck gibts da nicht viel zu mäkeln... Ist aus nem Video, oder? Also quasi voll in Action?!
Bei so einer Position (aero) und solchen Werten sollte doch die 4:30h als Split nurnoch ne Frage der Zeit sein!
Fahre bei solchen "Tests" ca. 300 Watt.., damit es auch wettkampfnah ist.
Sag ich doch: Kein Druck aufm Pedal
Nee, sah jetzt wirklich nicht so danach aus.
Ich habe bisher noch niemanden gesehen, der die Pads so weit hinten, direkt unter dem Ellebogen, fährt -mich eingeschlossen! Und ich dachte ich bin da schon extrem...
An einer Stelle würde ich noch mal zum experimentieren raten, bzw. erst mal fragen: Hast du die Extentions schon mal um ein Loch zurück gesetzt gehabt? Ich finde du könntest, grade weil du dich so weit hinten Abstützt den Winkel Oberkörper-Arm noch weiter schließen.
Edith: Hast du die engste Einstellung (zur Längsachse) der Pads gewählt?
Ich tüftel nun schon eine Zeit lang herum und frage mich, woraufs denn nun wirklich ankommt um die bestmögliche Sitzposition zu finden.
Ich glaube nicht an: Sitzhöhe = x+y*z-u oder Hüftwinkel = x<a<y und so Sachen. Ich bin überzeugt, dass jeder anders ist und daraus logisch folgernd für jeden eine andere Sitzposition ideal ist. Dazu noch Länge und Streckenprofil und man kann mal ernsthaft überlegen.
Bzgl. Aerodynamik gibts im Grunde einen klaren Auftrag, der da heißt: So niedrig wie möglich, so schmal wie möglich. Fertig.
Als ich also zum x-mal die Sitzpositionen der Profis durchschaute, also ich glaube zum 5. Mal eben jene auf Slowtwitch von Herbert Krabel, fiel mir auf, dass Frederic van Lierde sehr niedrig sitzt, aber Sebi Kienle eher hoch. Und dann hab ich mir die Hüftstellung angeschaut und mir fiel erstmal auf, dass Lierde im unteren Rücken einen zumindest optisch ungesunden Knick aufweist, Kienle hingegen wie ein Panther am Rad sitzt. Tja und da klickte es: Die Sitzhöhe ist von der Beweglichkeit und den Möglichkeiten (Haltekraft) des unteren Rückens abhängig.
Jeder der schon mal einen FTP-Test am Berg am Oberlenker und einen im Flachen am Auflieger gemacht hat weiß, dass es fast unmöglich ist, im Flachen die selbe Leistung zu realisieren. Warum ist das so? Weil man sich am Lenker festkrallen kann? Ich mach das nicht, trotzdem sind die Werte erheblich höher. Weil die Lunge nicht dieselbe Luft bekommt? Ja etwas vielleicht, aber in diesem Ausmaß? Also muss es an der Sitzposition liegen.
Es liegt an der Position und am Kippwinkel der Hüfte. Am TT ist die Hüfte meist nach vorne gekippt, dadurch kann man nicht dieselben Kräfte entwickeln wie am Berg, wo die Hüfte durch die Sitzposition weiter zurückgekippt ist. Das heißt: Hüfte weiter zurückgekippt bedeutet mehr Kraftentfaltung.
Am TT fällt das vielen, wie auch van Lierde, schwer in einer hohen Sitzposition die Hüfte in die richtige Stellung zu bekommen. Van Lierde löst dieses Problem mit einer niedrigeren Sitzhöhe. Kienle ist im unteren Rücken scheinbar sehr beweglich, bzw. hat er vielleicht grundsätzlich eine vorteilhafte Hüftposition (Vererbung, Talent vs. Training?) und kann deswegen sowohl lang als auch hoch fahren.
Natürlich gibt es Grenzen bei der Sitzhöhe: Wird man zu niedrig leiden die Knie und der Hüftwinkel, als Winkel zwischen Bauch und Oberschenkel in 12 Uhr Position.
Es ist auch so, dass eine hohe Sitzposition gewisse Vorteile bietet, gerade auf einer flachen LD, wo keine hohe Kraftentfaltung, sondern ein ökonomischer und konstanter Tritt erforderlich ist. Aber es ist grundsätzlich eine Überlegung wert, mit der Sitzhöhe auch mal nach unten zu experimentieren.
Ich bin da gerade dabei und fühlt sich nicht so schlecht an!
Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
Jeder der schon mal einen FTP-Test am Berg am Oberlenker und einen im Flachen am Auflieger gemacht hat weiß, dass es fast unmöglich ist, im Flachen die selbe Leistung zu realisieren. Warum ist das so? Weil man sich am Lenker festkrallen kann? Ich mach das nicht, trotzdem sind die Werte erheblich höher. Weil die Lunge nicht dieselbe Luft bekommt? Ja etwas vielleicht, aber in diesem Ausmaß? Also muss es an der Sitzposition liegen.
wenn ich auf der Rolle einen FTP Test mache ist es egal ob auf dem Rennrad oder dem TT im Auflieger, es kommen nahezu identische Werte raus.
Daß man am Berg höhere FTP Werte erreicht liegt meiner Meinung nach daran, daß man wesentlich konstanter Kraft ins Pedal bringt, da immer ein Widerstand vorhanden ist, wohnigegen man in der Ebene auch mal ins Leere tritt, wenn da grad nen Hubbel oder sowas ist. (reines Viertelwissen, nichtmal halb)
Daß die Position vom Körperbau und Beweglichkeit abhängig ist, ist doch absolut klar, ansonsten hätte kein Fitter ein Einkommen.
Sitrnfläche minimieren, fertig.
Gerade an den Rücken kann man das sehr gut erkennen, finde ich auch, denn einige haben ein Hohlkreuz, andere eher nicht, dazu noch Buckel oder nicht. Dann kommt noch die Beweglichkeit und eben auch noch die Neigung, einer tritt lieber mit dem Hintern, der andere ohne.
Ich werde zB nie meinen leichten Buckel auf dem TT gestreckt bekommen, will ich auch nicht, da ich dann Rückenschmerzen bekomme. Also sitze ich etwas kompakter als andere, dafür habe ich überhaupt keine Probleme mit der Beweglichkeit, die Einschränkung im Hüftwinkel kommt bei mir durch die Wampe und die beeinträchtigte Atmung wenn die Knie an die Brust schlagen
Ich finde auch die Tips hier sehr interessant, aber tlw krass idealisiert und ohne Rücksicht auf den Körper des Opfers.
So kann ich zB keine geraden Ausleger fahren, obwohl ich damit wesentlich besser, steifer, kompakter auf dem Rad sitze, wenn ich mich daran festklammere. Auf den ski bends bekomme ich nicht diese Spannung nur durchs Festhalten in den Körper. Dafür kann ich aber nach einer Radausfahrt auch noch mit Besteck essen und mal schreiben, und muss nicht 3 Tage Handgelenkschiene tragen...
Ich habe meinen Sattel einen Tick nach unten gestellt, da der Kniewinkel im Grenzbereich liegt und bekam direkt nach der ersten Tour Knieschmerzen, also wieder hoch. Scheiss doch auf die Theorie.
Ich glaub auch das Kienle ähnliche Werte am Berg und auf der Rolle hat beim FTP Test.
Aber bei manchen Positionen hier, die zwar extrem schnell aussehen, hab ich Zweifel, dass die Hüfte in TT-Position so steht, dass da eine ordentliche Kraftentfaltung stattfindet.
Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
Aber bei manchen Positionen hier, die zwar extrem schnell aussehen, hab ich Zweifel, dass die Hüfte in TT-Position so steht, dass da eine ordentliche Kraftentfaltung stattfindet.
Muss ja nicht unbedingt. Chris Boardman hat auf die letzten Watt verzichtet, weil er festgestellt hat, dass eine bessere Aerodynamik am Ende mehr bringt.
Kannst ja mal Winkel messen...
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Kenneth Gasque
Zum Thema "Preisgestaltung Ironman":
"Schließlich sei Triathlon eine exklusive Passion, bemerkte der deutsche Ironman-Chef Björn Steinmetz vergangenes Jahr in einem Interview. Im Zweifel, so sagte er, müsse man sich eben ein neues Hobby suchen."