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Alt 04.01.2026, 10:48   #1
sybenwurz
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Wie krass ist das denn? 4 Tage Blackout in Berlin

Ich dacht ja erst, das sei ein Scherz, aber es sieht so aus, als könnten sich die Prepper tatsächlich ins Fäustchen lachen und in der arschkalten Wohnung auf Plünderer warten und sich derweil mit kalten Füssen über ihre Konserven hermachen.
(Oder sich bei noch mehr Kälte und Wind irgendwo in nem Stadtpark oder auf nem Grünstreifen verschanzen)

https://www.zdfheute.de/panorama/ber...erung-100.html
__________________
Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2026, 11:00   #2
qbz
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Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Ich dacht ja erst, das sei ein Scherz, aber es sieht so aus, als könnten sich die Prepper tatsächlich ins Fäustchen lachen und in der arschkalten Wohnung auf Plünderer warten und sich derweil mit kalten Füssen über ihre Konserven hermachen.
(Oder sich bei noch mehr Kälte und Wind irgendwo in nem Stadtpark oder auf nem Grünstreifen verschanzen)

https://www.zdfheute.de/panorama/ber...erung-100.html
Meine Exfreundin und ihr Freund sind davon betroffen, 71 und 78 Jahre alt. 45000 Haushalte, Pflege-Heime (!), Krankenhäuser. Keine Heizung, kein Strom, kein Mobilfunk (!), Gefahr von Wasserrohrbruch (durchgängig Minus Grade bis -5). Wahrscheinlich kommen sie heute zu mir. Die Bürgermeisterin rät Eltern, wieder in die Weihnachtsferien zu fahren, die Schulen würden da keinen Stress machen, oder zu Verwandten. Schulunterricht kann nicht stattfinden, nur Notbetreuung. (Vielleicht Lagerfeuer auf dem Schulhof) ;-) .

Der Stromausfall begann Sa. früh, am 3.1. und soll bis Do., den 8.1. dauern, 5-6 Tage. Unglaublich diese Dauer für eine provisorische Überbrückung der geschädigten Kabel. Gestern habe ich in der Abendschau 1 Bagger gesehen, der im Einsatz war, um einen prosivorischen Kabelschacht auszuheben.

Geändert von qbz (04.01.2026 um 11:14 Uhr).
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Alt 04.01.2026, 11:14   #3
Antracis
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Wir sind nur zwei knappe Straßenzüge vom Ausfallgebiet entfernt, war also knapp. Ist aber glücklicherweise noch warm und hell hier. Für die Betroffenen eine echt krasse Sache. Und es war vor ein paar Monaten schon mal am anderen Ende der Stadt für ca. 60h. Das ist schon echt lang. Auch damals handelte es sich. wie auch jetzt wohl wieder, um gezielte Sabotage oberirdischer Stromleitungen.

An der Kabelbrücke über den Teltowkanal bin ich in meinem Leben viele viele Mal vorbeigelaufen beim Sporteln. Seit ca. 2-3 Jahren geht das nicht mehr, weil da eine endlosbaustelle der Berliner Wasserbetriebe ist, wo man irgendwelche Rohre nicht fertigbekommt. Da kannst Du also seelenruhig, vor allem früh morgens, einen Brandsatz legen und nix und niemand kommt da vorbei, weil die Stelle 500m zu jeder Seite Baustelle ist.

Wundern tut es einen schon, dass die Reparatur so lange dauert. andererseits ist eine Kabelverbindung für 35.000 Haushalte nun auch kein Pappenstil und nicht mal eben kurz zusammengelötet, vor allem bei dichtem Schneetreiben und Kälte. Und da helfen auch keine Generatoren. Als bei uns in der Klinik durch Frost ein Starkstomkabel beschädigt wurde, hingen wir mehrere Tage an den gesamten THW-Kapazitäten von 2 Bundesländern. Und das entsprach quasi nur einem kleinen Häuserblock.

Wenn das wirklich wieder so linksextremistische Spinner waren, haben sie es immerhin geschafft, für ein paar Tage aus ihrer Bedeutungslosigkeit zu kommen. Und vielen unschuldigen und teils stark hilfsbedürftigen Menschen das Leben erschwert ( hoffentlich nicht mehr. ).

Schnell lösen kann man das vermutlich nicht, Gibt halt immer noch ein viele vulnerable oberirdische Stellen kritischer Infrastruktur. Die wird man nicht rund um die Uhr bewachen können und das unterirdisch zu verlegen sind dann wieder Bauprojeite für mehrere Jahre ( In Berlin Jahrzehnte und Geld haben wir eh keines…)
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Alt 04.01.2026, 11:20   #4
Antracis
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Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen

Der Stromausfall begann Sa. früh, am 3.1. und soll bis Do., den 8.1. dauern, 5-6 Tage. Unglaublich diese Dauer für eine provisorische Überbrückung der geschädigten Kabel. Gestern habe ich in der Abendschau 1 Bagger gesehen, der im Einsatz war, um einen prosivorischen Kabelschacht auszuheben.
Ob man das nun wirklich so populistisch betrachten muss…vermutlich ist es schwierig und nicht sehr effizient zwei oder drei Bagger gleichzeitig an der gleichen Stelle buddeln zu lassen.

Ich würde jedenfalls bezweifeln, dass es an eingesetzter Anzahl an Gerät liegt liegt. Scheint halt eher so zu sein, dass Feuerschaden an Stromkabeln eine sehr effiziente Sache ist. vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus und kann man grob den Aufbau so einer Kabelanlage schildern, die grob 35.000 Haushalte versorgt. Wenn da dann über lange Zeit drunter ein Feuer brennt, ist das halt vollkommen im Eimer und sogar noch verschmolzen ect….

Ich würde auch denken, dass man das in 48h hinbekommen müsste, ist aber wohl nicht so….
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Alt 04.01.2026, 11:34   #5
qbz
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Zitat:
Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
Ob man das nun wirklich so populistisch betrachten muss…vermutlich ist es schwierig und nicht sehr effizient zwei oder drei Bagger gleichzeitig an der gleichen Stelle buddeln zu lassen.

Ich würde jedenfalls bezweifeln, dass es an eingesetzter Anzahl an Gerät liegt liegt. Scheint halt eher so zu sein, dass Feuerschaden an Stromkabeln eine sehr effiziente Sache ist. vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus und kann man grob den Aufbau so einer Kabelanlage schildern, die grob 35.000 Haushalte versorgt. Wenn da dann über lange Zeit drunter ein Feuer brennt, ist das halt vollkommen im Eimer und sogar noch verschmolzen ect….

Ich würde auch denken, dass man das in 48h hinbekommen müsste, ist aber wohl nicht so….
Die haben gestern gesagt in der Abendschau gesagt, dass sie provisorische Kabel neu legen, also nicht die geschädigten Reparieren, und es wegen des Wetters auch länger dauern würde (Bodenfrost), da waren an der Interviewstelle eine kleine Gruppe Arbeiter und 1 Bagger im Einsatz. Ich nehme schon an, sie müssen etwas längere Schächte ausheben an Verbindungsstrecke.
Hier gibt es vom Bauleiter (?) konkrete Infos zum Provisorium in der gestrigen Berlin Abendschau, ab Min. 12:56
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2026, 11:39   #6
Siebenschwein
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Ort: Zürič
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Ich dachte, wir haben ein Netz, also nicht nur lineare Anbindung… Aber scheint doch so, dass man von einem einzigen Kabel abhängig ist.
Das einzig positive, das mir dazu einfällt, ist, dass man sich eventuell mal bewusst wird, welchem Terror die Ukrainer konstant ausgesetzt sind und ihnen irgendwann doch die Unterstützung zukommen lässt, due sie benötigen, um die russischen Terroristen nachhaltig von ihrem Tun abzubringen.
__________________
Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
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Alt 04.01.2026, 11:42   #7
Antracis
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Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Unglaublich diese Dauer für eine provisorische Überbrückung der geschädigten Kabel.
Ich hab mir mal versucht, als blöder Mediziner von Chat-GPT erklären zu lassen, warum das so lange dauert.

Provisorisch überbrücken ist technisch keine Option, da es sich um tonnenschwere fest verlegte Kabelinfrastruktur handelt. Bzw. ist das aprovisorium sicher ähnlich aufwendig. Alleine kriminalistiscge Spurensicherung, Absicherung der Baustelle und genaue Einschätzung des Schadens inklusive möglicher Statikprüfung an der Brücke dauert locker einen Tag.

Dann ist Mensch und Material für ein derart aufwendiges Reparaturvorhaben auch oft erst mit Verzögerung vor Ort. Und das Montieren der neuen Kabelverbindungen ist wohl hochpräzise fehleranfällige Handarbeit, die schon so sehr schwer ist, aber bei den aktuellen Temperaturen und Wetterbedingungen wirds halt noch schwerer.

Auch die Inbetriebnahme der Stelle mit sorgfältiger Prüfung und schrittweiser Belastung dauert als normaler Prozess viele Stunden.


Ich hab mich auch gewundert, aber jetzt verstehe ich das mehr und und schimpfe lieber auf die sabotierenden Idioten, die unschuldige Menschen in Gefahr bringen, als auf diejenigen, die sehr wahrscheinlich gerade ihr bestes geben um zu helfen.
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Alt 04.01.2026, 11:53   #8
Antracis
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Zitat:
Zitat von Siebenschwein Beitrag anzeigen
Ich dachte, wir haben ein Netz, also nicht nur lineare Anbindung… Aber scheint doch so, dass man von einem einzigen Kabel abhängig ist.
So wie ich das verstanden habe, halt nicht überall und manchmal. Der Kanal teilt halt ein größeres Stadtgebiet ab und „einfach“ die Kabel unterirdisch verlegen, ist sicher auch nicht so problemlos unter einem Gewässer.

Stellt sich die Frage, wie man das wirklich gut lösen kann. Wenn man mal jetzt an den konkreten Fall eines gezielten Anschlages denkt, wären halt auch zwei Feuer an zwei oberirdischen Stellen jetzt logistisch schwerer, aber nicht wirklich schwer. Also müsste man unterirdisch ran, was sicher riesige aufwendige und kostspielige Projekte sind. Bis man das fertig hat, hat vermutlich schon jeder seinen eigenen Solarstrom auf dem Haus
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