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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Warum nicht jeder Marathon unter 3h laufen kann
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Alt 20.03.2013, 13:52   #147
niksfiadi
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Benutzerbild von niksfiadi
 
Registriert seit: 11.06.2010
Beiträge: 3.926
Zitat:
Zitat von loriot Beitrag anzeigen
Die Grenze des physisch/psychisch Machbaren liegt sowieso bei jedem an einer anderen Stelle. 3h - who cares? Die im Grunde genommen völlig willkürlichen 42,195 km mit einer fixen Zeitmarke für Talent zu versehen, die ebenfalls willkürlich gewählt ist macht nicht wirklich Sinn.
Wo die individuelle Grenze beim Athleten liegt, wissen ja nichteinmal die Topathleten. Da gibt es auch eine Vielzahl von Faktoren, die das Ergebnis am Tag X beeinflussen (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit;Rennverlauf) um wirkliche Vergleichbarkeit zu haben.

Die meisten sind sich auch nicht der Notwendigkeit eines mehrjährigen Formaufbaus für das Erreichen des individuellen Grenzbereichs bewusst. Wer bereitet denn seinen Körper in Bezug auf Gelenke, Bänder, Sehnen und weiteres über mehrere Jahre vor? Gerade diese erforderliche Anpassung des Körpers bildet die Basis für entsprechend dosiertes Training um seinen eigenen Grenzbereich zu erreichen - das nennen die meisten dann Talent.

Gutes Training ist im Übrigen nicht mit hartem Training gleichzusetzen. Es muss das richtige Konzept zur richtigen Zeit her. Es gilt immer wieder neue Reize zu setzen und herauszufinden, welche die Richtigen für einen sind.


Die Realität sieht doch im Normalfall so aus. Erst sucht man sich einen Rahmentrainingsplan mit einem (optimistischen) Zeitziel. Dieser wird dann "ähnlich" der Vorgaben umgesetzt - meist intensiver als die ohnehin schon optimistischen Vorgaben. Dann gibt es vorrangig wei Möglichkeiten:
1. Abbruch der Vorbereitung da Überlastungsschäden oder andere unvorhersehbare Ereignisse eintreten.
2. Irgendwie hat's bis zum Wettkampftermin hingehauen und das Ziel wird erreicht/nicht erreicht.
Das Ganze wird dann ein paar Jahre von Großereignis zu Großereignis fortgeführt und je nachdem welche Bestzeit herauskommt verleiht man sich dann den Titel "Geile Sau" oder "Talentfrei".

Das ist nunmal der Freizeitsport.
Nachhaltigkeit und aussagefähige regelmäßige Tests, die in den individuellen Trainingsplan einfließen, sind im Freizeitsport die Ausnahme. Von mehrjähriger Planung der eigenen Sportlerkarriere ganz zu schweigen. Das aber ist notwendig um in die Nähe der eigenen körperlichen Grenzen zu kommen.
Sowas von ich bin deiner Meinung!

Die im Amateursport übliche Makrozyklisierung durch Jahresplänen greift zu kurz, dass echtes Potential freigelegt werden könnte. Warum macht man es bei einem 30jährigen Sportanfänger nicht genauso wie bei Jugendlichen Triathlonaspiranten?

Ich weiß schon, es steht auch weiter oben:
Zitat:
Zitat von niksfiadi Beitrag anzeigen
Und es braucht Jahre, vielleicht Jahrzehnte. In unserer "Then and there"-Gesellschaft natürlich unmöglich
Zitat:
Zitat von Duafüxin Beitrag anzeigen
Schrub ich einzig?

Es gab lange Zeit genug Eltern die meinten ihre Kinder hätten ADS und bräuchten Ritalin, einfach nur weil die Kinder körperlich nicht mehr ausgelastet waren.
Wenn jedes 2. Kind in einer Grundschulklasse Beruhigungsmittel (was Ritalin ja nicht ist, eigentlich) kriegt, kann doch irgendwas nicht stimmen, oder?

Was passiert denn wohl, wenn Kinder sich nicht bewegen und mit Zucker vollgestoptf werden? Sie werden zappelig. Und das einfachste sie ruhig zu stellen ist zum Arzt zu rennen und zu sagen sie hätten ADS, kriegen Pillen oder Saft und Ruhe ist.
Egal obs "echte" ADS ist oder nicht.



Ja, und unendlich viele andere meinen auch sie hätten kein Talent, aber woher will mans wissen, wenn man sich nie bewegt?
Die Ursache von ADS liegt in einer totalen Reizüberflutung und wurzelt eher in einem Beziehungsproblem (Eltern-Kind) Wenn das H (ADHS) noch dazukommt, dann bewirkt man mit Bewegung sehr wenig, ganz im Gegenteil. Die ADHS-Kinder sind in meinem Sportunterricht diejenigen, denen ich später die sub3 zutraue.

NIk
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
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