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Ich bin mal mit einer Gruppe Leichtbaufreaks auf Mallorca gewesen. Die Sub6-Bikes waren allesamt eine Katastrophe.
Dem einen ist während der Fahrt ein Bremsschuh abgefallen, weil das winzige Titanschräubchen der 1000-Euro Carbonbremse dann doch einen Gewindegang zu wenig hatte. Wegen der ohnehin sehr heiklen Bremseigenschaften der verbleibenden Bremse auf den Carbonfelgen suchten wir dann gemeinsam die Küstenstraße ab, bis wir den verdammten Bremsschuh wieder fanden.
Dem anderen ist ständig die Sattelstütze immer weiter ins Sitzrohr gerutscht, weil die aus Kohlefäden geflochtene "Klemme" nicht klemmte. Deshalb hatte er eine zweite Stütze in der Trikottasche, die einen Tick schwerer war, aber dank Übermaß etwas satter im Sitzrohr steckte (kein Witz).
Bei einem Ortsschildsprint riss einem der Umwerfer ab, weil dank windelweichem Tretlager oder Kurbel sich da was verhakte. Bergab jammerten die Bremsen aller Bikes wie kranke Katzen auf den Carbonfelgen, bergauf schliffen die Hinterräder an den Kork-Bremsklötzchen. Ist mir wirklich schleierhaft, wie man sich solche Heulbojen antun kann.
Wegen der Reifen ohne nennenswertem Pannenschutz trugen die Burschen ihre Räder die 10 kiesigen Meter von der Straße zum Kiosk. Ich konnte es irgendwann echt nicht mehr sehen. Gute Räder sind in erster Linie steif, zuverlässig, haben gute Bremsen und Schaltungen. Radrennfahrer sieht man nie mit so SubIrgendwas-Kisten.
So. Jetzt ist es raus.
Arne
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