Hersteller von Carbonfelgen wie Zipp, Corima, Lightweight, Campagnolo etc. empfehlen ihre Reifendrücke aufgrund der limitierten Belastbarkeit der Carbon-Felgenhörner. Hier kann bei einem 80kg-Fahrer auf einer Schwarzwaldabfahrt die Bremsfläche so heiß werden, das der Glaspunkt der Felge erreicht wird und sie sich verformt.
Die Ingenieure kämpfen hier wirklich am Limit der Materialien, denn superleicht soll so eine Felge ja trotzdem sein. Ich habe schon firmeninterne Debatten mitbekommen (durch Zufall und unfreiwillig), wo ein verantwortlicher Ingenieur sich weigerte, die vom Marketing geforderten Luftdrücke zuzulassen bzw. dafür geradezustehen. Wohlgemerkt bei Felgenhörnern aus Carbon, die ich bei meinem Empfehlungen ausdrücklich ausschließe.
Nun ist es ein schöner Zufall, dass ausgerechnet bei jenen Drücken, die die Hersteller von Felgen mit Carbonfelgenhörnern technisch gerade so in den Griff bekommen, auch das mögliche Optimum bezüglich des Rollwiderstands liegt...
Bei Schlauchreifen bestehen diese Beschränkungen durch die Belastbarkeit von Felgenhörnern nicht. Und fährt irgendein Radprofi auf Schlauchreifen bei einem Zeitfahren mit 8 bar durch die Gegend? Eben.
Grüße,
Arne