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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Arne Interview im NDR - Doping im Triathlon
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Alt 20.08.2013, 13:04   #320
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.940
Zitat:
Zitat von speiche Beitrag anzeigen
Ich hab die Sendung nicht gesehen, bei der Du mit Onkel Jürgen über sein dolles Duell mit dem Lothar und Andreas Niedrig geredet hast. Bei der Konstellation lagen aber verschiedene Fragen auf der Hand:

"Jürgen, Lothar hatte 2 Tage vorm Rennen einen Hämatokrit von 49,5 angeboten, das ist doch verdammt hoch, oder?
Ein "schwerer Herpes", ich persönlich hab ja gelacht, aber was hältst Du davon?
Jetzt mal unter uns, Jürgen, der Lothar gilt als unschuldig, ich sage das ausdrücklich so laut, damit es auch Herr Lehner hört, aber Damsgaard, Schänzer und Saltin denken sich ihren Teil. Du denkst Dir doch auch Deinen Teil, findest Du nicht, dass Du als sauberer Athlet über Jahre von Deinem härtesten Konkurrenten verarscht worden bist?
Warum startest Du dann mit ihm in Roth, was soll der Quatsch? Wegen den paar Euros, Dir muss doch klar sein, dass Du damit Dein ohnehin angekratztes Image völlig ruinierst?"
Alle diese Fragen lassen sich zusammenfassen wie folgt: "Bist Du sauber? Glaubst Du, dass Deine Gegner sauber sind?" Welche Antworten erwartest Du? Was soll der Athlet denn in einer öffentlich zugänglichen Sendung sagen? Vor und nach der Sendung, in unserem kleinen Redaktionsraum, hat man oft ehrliche und offene Gespräche. Aber vor laufender Kamera ist es sinnlos, diese Fragen zu stellen.

Zitat:
Zitat von speiche Beitrag anzeigen
Wenn der WDR bei dir anruft, um etwas über Doping im Triathlon zu erfahren, dann wird er wohl auch beim Chefredakteur der roadbike anrufen um etwas über Doping im Radsport zu erfahren. Meine Meinung: man sollte nicht bei Lobbyisten der jeweiligen Sportart anrufen.
Wir können gerne eine andere Person bestimmen, an die ich TV-Redaktionen verweise, wenn Anfragen zu Interviews und Reportagen kommen. Freiwillige bitte vortreten! Ich unterstütze gerne eine Abstimmung über den geeignetsten Kandidaten, falls sich mehrere melden. Viele hier kennen sich gut aus und könnten ihre Sicht beisteuern.

Den Begriff "Lobbyist" nehme ich Dir keineswegs übel, denn ich vertrete aus meiner Sicht in der Tat die Interessen der Amateurtriathleten-Lobby. Deshalb stelle ich mich haltlosen Unterstellungen entgegen, die Hobby-Trias seien alle voll bis unter’s Dach, und wirke auf eine realistischere Betrachtung des Dopingproblems hin. Mir ist aber bewusst, dass ich von niemandem gewählt oder beauftragt bin, und dass ich letztlich nur für mich selber sprechen kann. Ich finde aber die Idee nicht schlecht, dass wir einen Freiwilligen bestimmen, der in der Öffentlichkeit für uns sprechen soll, falls ich nicht der richtige bin.

Zitat:
Zitat von speiche Beitrag anzeigen
Ach so, ein Einäugiger kartet wieder nach und wühlt in uralten Aussagen, ist aber verjährt:
http://www.triathlon-szene.de/forum/...9&postcount=12
Nein, war es nicht. Jürgen Zäck hat meines Wissens nach die Kontaminierung seiner NEMs behauptet, hat jedoch darauf verzichtet, nähere Angaben zu den eingenommenen Substanzen zu machen. Er verwies darauf, dass er viel unterwegs sei und mal hier und mal da einkaufen ginge; zudem habe er auch im Internet bestellt.

Kritiker hielten dem entgegen, dass er trotzdem mit Leichtigkeit die Einkaufsquelle angeben könne, dazu müsse er nur ein wenig nachdenken und seine Kreditkartenabrechnung rauskramen. Zudem würde es reichen, den Produktnamen und das ungefähre Kaufdatum zu erinnern.

Rebekah Keat hat genau das getan und die Kontamination konkret nachgewiesen.

Grüße,
Arne
Das habe ich geschrieben, und dazu stehe ich auch. Was ich damals nicht wusste: Es genügt nicht, den Produktnamen und das Kaufdatum eines kontaminierten NEMs zu kennen. Man muss über einen Rest des NEMS verfügen, zum Beispiel eines Eiweißpulvers. Diesen Rest kann man ins Kölner Labor einschicken und einen mittleren dreistelligen Geldbetrag pro Analyse investieren. Man erhält dafür ein Analyseergebnis für diesen Dosenrest.

Ob Du noch Reste aller Deiner NEMs hast, bei der wievielten Dose und nach wievielen tausend Euro Kosten man vielleicht etwas findet – und was Dir dieser Fund angesichts der "strikt liability" schließlich bringt, steht auf einem anderen Blatt.

Grüße,
Arne
Klugschnacker ist gerade online