Freiwasser-Premiere!
Nachdem ja genau heute nur noch eine Woche Zeit bis zum Tag X ist und ich noch nie in meinem Neo geschwommen bin, wurde es wirklich mal Zeit. Hatte ich erwähnt, dass ich noch nie im Freiwasser war?
Zufällig haben sich noch zwei Vereinskammeraden ebenfalls Gedanken zum Thema Freiwasser gemacht und so hatte ich heute morgen eine Mitfahrgelegenheit zum Fühlinger See. Ziemlich gut, weil ich so a) nicht alleine ins Wasser musste und b) auch Leute dabei hatte, die schon den einen oder anderen Triathlon gefinished hatten.
Ich fand es heute früh recht kühl, aber so hat sich das Wasser nicht so kalt angefühlt. Luft waren 12°C, Wasser weiß ich nicht.
Still ruht der See...
Naja, so still dann auch wieder nicht, denn es waren rund eine handvoll Schwimmer auf Bahn 4 unterwegs, dazu noch ein paar Ruderer. Vor denen hatte ich ziemlich Respekt, die sind ja verdammt schnell unterwegs und das Geräusch, wenn die auf einer der anderen Bahnen an einem vorbei ziehen...

Nix für mich! Aber musste ja sein...
Wir hatten uns 2000m vorgenommen, aber meine Mitschwimmerin war recht zügig auf und davon. Im Schwimmbecken sind wir ungefähr gleichstark aber ich hatte so meine Probleme... Ganz schön dunkel mit dem Kopf im Wasser, wenn man sonst nur klares Wasser und Kacheln kennt! Mit der Atmung klappte es nicht so recht und irgendwie habe ich gegen meinen Neo gekämpft, statt den Auftrieb vernünftig zu nutzen. Kraulen ging nur immer wieder ein paar Meter, den Großteil habe ich brustschwimmend zurück gelegt.
Relativ alleine auf weiter Flur war mir das auch etwas ungeheuer, nach 250m wollte ich wieder umdrehen, meine Wettkampfdistanz hätte ich ja dann geschafft.
Dann hab ich mir aber gedacht, dass ich doch eigentlich gut schwimmen kann (hab ja schließlich das Totenkopfabzeichen

) und dass es keine Schande ist, es beim ersten Mal langsam angehen zu lassen und sich an das Neo-Gefühl und das ganze Drumherum zu gewöhnen. Außerdem war es (für mich und einen Sonntagmorgen) extrem früh!
Letztendlich sind es dann 1500m mit kalten Füßen im Sonntag-Morgen-Bummeltempo geworden.
Keine Meisterleistung, aber ich bin stolz auf mich, dass ich weiter geschwommen bin und mich auf das Abenteuer eingelassen habe.
Gelernt habe ich:
- zwei Scheiben Toast mit Marmelade reichen mir nicht als Grundlage und ich war froh über den Notfallriegel in der Neotasche
- das Gefühl, kraulend nicht von der Stelle zu kommen, ist blöd
- ruhig bleiben ist wichtig
- die 500m nächsten Sonntag dürfte ich wohl hinbekommen
- sowas muss ich öfter machen, dann könnte das sogar ganz schön sein
Danach war ich ziemlich müde und hab erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht. Irgendwie war das doch anstrengender, als ich erwartet hatte.
