Zitat:
Zitat von merz
bisschen mal weg vom Thema, kleine Medienanalyse, bin jetzt 15 min durch von dem Film und es gab noch überhaupt keine harten Fakten oder Belegen für irgendetwas (den "mehrere Fällen" in Rennen im Bereich von Kai Walter: hier müsste man wissen, was das denn war ... und? letzter Fall?).
Ich sag jetzt nichts zum Thema, aber nur zu diesem Medienbeitrag und diese Art von Aufbereitung, kein Rechercheglück
m.
|
+1
Die mussten sich ja wirklich sehr anstrengen, um wenigstens diesen "Frank" aufzutreiben. Fakten aus dem Triathlon habe ich tatsächlich keine finden können, lediglich Bilder aus Regensburg und reichlich vage Andeutungen. Der Rest ist die immer gleiche Bodybuilding - UndergroundLab - Jörg Börjesson - Suppe, aus der schon wasweißichwieviele Reportagen zusammengerührt wurden. Den Film selber kann man folglich imho getrost vergessen.
Zur Thematik selber: Aus hier mehrfach genannten Gründen kann ich mir nicht vorstellen, dass es im Triathlon als ambitioniertem Breitensport vollkommen sauber zugeht, von den Profis mal ohnehin nicht zu reden. Ich kenne aber sowohl das Bodybuilding als auch den Triathlon von innen und kann guten Gewissens sagen, dass da schon noch ganz gehörige Unterschiede bestehen. Im Bodybuilding ist schon auf unterstem Wettkampf-Level und in vielen Fällen auch bei Leuten, die mit Wettkampfteilnahmen nicht das Geringste im Sinn haben, die Einnahme von Steroiden für die meisten völlig selbstverständlich, die so genannte Natural-Szene ist (jedenfalls noch) nicht mehr als eine weithin belächelte Nische. Das war für mich auch der Grund, dem Sport vor über 20 Jahren angewidert den Rücken zu kehren, als ich gemerkt habe, wie der Hase wirklich läuft.
Im Triathlon, meiner neuen sportlichen Heimat, ist zumindest meine Wahrnehmung gottlob eine andere. Ich habe als mäßig talentierter Späteinsteiger (erster Triathlon mit 31) mittlerweile den in diesem Fred mehrfach als verdächtig eingestuften Leistungsbereich derjenigen erreicht, die sich Hoffnungen auf eine Hawaii-Quali machen dürfen, und wenn ich das ohne Doping kann, zeigt mir das, dass die Leistungsdichte in diesem Bereich nun soooo enorm auch wieder nicht ist. Und mir ist wirklich noch nichts untergekommen, was mich der Mehrzahl meiner Mitstreiter gegenüber misstrauisch machen würde, keinerlei Andeutungen usw, auch nicht bei diversen Sub9ern aus meinem Bekanntenkreis. Schon anders siehts bei Leuten aus, die in diversen Landes- und Bundeskadern unterwegs sind/waren, da wird durchaus in Richtung der Konkurrenz geargwöhnt, aber da ist ja der Bereich des Breitensports eindeutig verlassen.
Aber Karl Valentin hatte schon Recht:
"Sicher is, dass nix sicher is, drum bin ich vorsichtshalber misstrauisch."