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Zitat von Jimmi
Wenn ich noch mal als Single in der Schweiz starte...
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Also ich dachte, du hättest das nachm Zieleinlauf kategorisch ausgeschlossen...
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Zitat von Thorsten
B und C mit dicker Geldbörse und einem Faible für Neues kann man immer noch zur Komplettanschaffung bewegen  .
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Nee.
Im Ausnahmefall vielleicht, prinzipiell gibts da aber reicher bestellte Felder.
Du musst sehen, dass dies (speziell C, bei B können einfach auch kostenbewusste Knauserer dabeisein, die den richtigen Argumenten zur rechten Zeit durchaus aufgeschlossen sind) auch die Sparbrötchen sind, die glauben, dass diejenigen, die nicht bei Tchibo oder Aldi ihre hochwertigen Spitzenräder kaufen, die Deppen sind.
N Student versäuft einfach lieber 50Öre an nem Wochenende, als nen Zwanni in ne funktionierende Beleuchtung zu investieren, geschweige denn, dass er sich aus Jux und Tollerei und wegen seines übervollen Bankkontos und weil er sichs einfach leisten kann, mal eben ein neues Markenrad kauft, das schon morgen nen neuen Besitzer gefunden haben kann, der´s ihm vom Pfosten geschnitten hat.
Sicherlich haben wir diese Sorte auch und die kauft bei Bedarf auch nix unter vierstellig (was nicht bedeutet, dass die ohne Nachzudenken die Kohle rausschmeissen), aber die nehmen auch ein passendes Schloss dazu, denken scheinbar nicht drüber nach, dass die Hütte abhanden kommen könnte (und die tuts irgendwie auch nicht, weil immer genug weniger gut gesicherte Kisten danebenstehen), rechnen die jährlichen Unterhaltskosten eiskalt dem gesparten Auto und der Bahncard gegenüber auf und hinterlassen bei uns das ungute Gefühl, dass wir uns nichtmal die Butter aufm Brot leisten könnten, wenn wir nur solche Kunden hätten, denn die fahren langfristig am günstigsten und kaufen nur alle 10 oder 15 Jahre ein neues Rad, wenn nicht gerade ein tüchtiger Kindersegen als jene Ausnahme eintritt, die diese Regel bestätigt.
Ich glaube allerdings nach dem heutigen Tag mal wieder, dass ich mich mit nem zweiten Standbein für die Fälle absichern sollte, die nicht von den angesprochenen Ausnahmen gezeichnet sind.
Die allermeisten Seminare, Lehrgänge und Schulungen in den letzten Jahren waren Angebote jeweiliger Importeure, Hersteller oder sonstiger Anbieter, deren Zeug wir verkaufen.
Will heissen, da kommt ne Einladung, man fährt hin, hört ein wenig zu, kann ggf. das ein oder andere Teil auch mit den Flossen angucken, knallt sich beim Mittagessen die Wampe voll und schüttet nen starken Kaffee hinterher, damit man nachmittags nicht in nen Verdauungsschlaf fällt.
Kost nix ausser der Anreise, die die Firma löhnt und bringt auch meist nicht viel, ausser halt, dass man mal andere Kollegen kennenlernt oder wiedertrifft, was in meinem Fall auch für ehemalige Schüler gilt.
Heute war das Prozedere insofern abweichend, dass unser Chef richtig Asche abgedrückt hat, am Abend aber ebensowenig auf der Haben-Liste stand wie nach nem Tag, an dem nur irgendein Importeur seine Produkte belobhudelt hat.
Prinzipiell zwar interessant, aber irgendwie auch wischiwaschi, ohne konkrete Fakten.
Sachen halt, die man eh schon ahnt oder weiss nochmal in Worte gefasst.
Mich interessiert zB., wie ich dem Student von oben den ansonsten am Wochenende versoffenen Fuffi oder wenigstens einen Teil davon zuverlässig für ne vernünftige Beleuchtung aus der Tasche ziehe, ohne dass er sich mit der Massgabe, er müsse sich das erst noch überlegen auf Nimmerwiedersehen verabschiedet.
Die üblichen Fallstricke ("hm, da iss aber ein billiges Tretlager drin;- kein Wunder, dass das schon kaputt ist" "Wieso, als ich das Rad vor 3Jahren gekauft hab, sagten Sie doch, das wäre ein sehr gutes Markenrad?!?" "Hm, jaaaa, äääh....") umgeht man eh geschickt seit Jahren, weil das die typischen Fettnäpfchen sind, auf die die Kollegen einen schon von vorneherein vorbereiten;- alleine aus eigenem Interesse...
Dann gabs keine Unterlagen zum vollkritzeln;- nur zum Download zuhause und das Mittagessen ging selbstredend auch auf eigene Kappe.
Ich glaub, da liegt ne Zukunft begraben: irgendwelche Kurse verchecken, aus denen niemand was mit heim nimmt ausser nem guten Gefühl und der Option, zuhause am Computer nochmal das nachlesen zu können, was er/sie eh schon wusste...
Dazu, und nu kommts, hab ich mir heute konsequent den Allerwertesten abgefroren.
Morgens ausm Haus, -10°C, Auto von innen zugefroren, deswegen fast gleichzeitig mitm Zug am Bahnhof angekommen, ne halbe Stunde auf nem anderen rumgestanden und vorallem den kompletten Tag mit allen verfügbaren Klamotten in nem rustikalen Raum ausm 16.Jahrhundert gesessen, der seit Montag beheizt wurde, um heute leidliche 17°C zu bieten.
Wenn mich morgen nu das erwartet, was ich heute erwarte, fällt der Wettkampf am Wochenende aus und ich lieg mit Wärmflasche, Hustensaft und ner Sonderration Taschentücher flach.
Das hätten wir auch billiger haben können...