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Zitat von qbz
Selbstverständlich bestand der grosse Überlebensvorteil der diversen Homo-Arten u. des Homo sapiens darin, Pflanzen- u. Fleischfesser zu sein, je nach Klima, Fauna und Umgebung, in unterschiedlicher Ausprägung, einfach extrem anpassungsfähig. Und durch das Feuer wurde Fleisch für die menschliche Verdauung auch bekömmlicher.
Ich halte es jedenfalls für falsch, die Nahrungszusammensetzung der Alt-/Mittelsteinzeitmenschen als die für den Menschen gesündeste Variante zu idealisieren u. verallgemeinern. Die Neandertalerart starb trotz dieser "gesunden" Lebensweise als Jäger u. Sammler bekanntlich aus.
Die damaligen Menschen-Populationen waren sehr klein an der Zahl auf der Erde vertreten u. mussten in den Eiszeiten zu 2/3 von Tieren wie Wollnashorn, Mammuts etc. leben, sie jagen, weil es bei dem kalten Klima einfach wenig pflanzliche Auswahl zu finden gab.
Ackerbau konnte halt erst nach der Eiszeit im Zuge des wärmeren Klimas entstehen, wie in Mesopatamien z.B.
-qbz
Ps: Für mich persönlich ist Triathlon schlicht Freizeitsport. Würde es überwiegend zu einem "Life-Style", würde ich das Hobby wechseln.
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Der Neanderthaler ist mit uns genetisch nicht in einer Linie, sondern wir hatten einen gemeinsamen Vorfahren. Wir stammen also nicht vom Neanderthaler ab und homo sapiens und home neanderthalensis konnten keine Nachkommen miteinander zeugen.
Homo sapiens war wohl der noch erfolgreichere Jäger und Sammler und hat zum Aussterben des Neanderthalers mit beigetragen weil sie um die gleichen Nahrungsquellen konkurrierten. Die Theorien des Aussterbens des Neanderthalers sind allerdings vielfältig und keineswegs einheitlich.
Argumentiert man so wie Du, ernährunsgbezogen, dann spicht das, da der N. viel stärker auf Fleisch spezialisiert war als der HS es ist, dafür, dass die Konkurrenz um die Nahrungsressourcen zwischen N und HS ein Beleg dafür sein könnte, dass der HS im Zweifel eben gerade nicht Pflanzen, sondern Tiere verspeiste und für den N weniger blieb. Der N konnte dann eben nicht so einfach auf Pflanzen umsteigen, als Tiere knapp wurden. Er wollte/konnte das offensichtlich auch nicht, sonst hätte er vielleicht überlebt. Eine Argumentation, dass der HS lediglich aus Boshaftigkeit dem N. das Fleisch weggefuttert hätte und dafür sogar auf seinen geliebten Vegetarismus verzichtet hätte, kenne ich nicht.
Die Idee dass der MEnsch schon immer am liebsten Vegetarier gewesen wäre, wenns nur nicht so kalt gewesen wäre ist für mich pure Illusion der Hardcore-Vegetarier. Nicht umsonst leben nich heute lebende Jäger und Sammler der Gattung Homo Sapiens zu 50% von tierischen Quellen. Der "Sonntagsbraten" ist nicht als Strafe, sondern als Festmahl tradiert ;-)
By the way... Es gibt aber sogar eine Theorie, die besagt, dass der N Opfer von Völkermord durch den HS nebst "Kannibalismus" wurde. Wer weiß...
Gruß Robert