Zu Haralds Anfangspost: Wenn man zu Substanzen greift, die einen zu Leistungen befähigen, die man ohne nicht erbringen könnte, tut man das, was ein dopender Sportler auch tut. Streng genommen ist es von der Geisteshaltung her sogar das gleiche, wie wenn man glaubt, ohne Kaffee am Morgen nicht richtig zu funktionieren (der war ja übrigens auch in verschiedenen Ländern zeitweise als gefährliche Droge verboten und Koffein ist ja noch nicht so lange von der Dopingliste herunten). Also moralisch verwerflich finde ichs schon. Aber am Ende ists halt wie im Sport auch, am Ende zählt der Erfolg und wenn alles gutgeht, fragt auch keiner, wie der zustande gekommen ist und für ein mit ehrlichen Mitteln erreichtes schlechtes Ergebnis kann man sich hier wie da nix kaufen.
Zum Thema Ritalin-Kids: Volle Zustimmung, ist echt erschreckend, was da abläuft. Ich hab echt oft den Eindruck, dass mit Ritalin oft auf völlig normales Verhalten bei Kindern reagiert wird: Bewegeungsdrang, Mitteilungsbedürfnis, Neugierde und Streben nach Aufmerksamkeit. Natürlich gibt es ADHS, aber sicher nicht bei jedem Ritalin-Kind. Mein lieber Scholli, ich bin echt froh, dass man in den 70ern noch nichts von ADHS und Ritalin wusste, sonst wäre ich wohl fällig gewesen...
