Ich habe hier ja ziemlich deutlich das Versagen der Stadt Berlin kritisiert.
Dieses Versagen lässt sich jetzt leider fortsetzen im Umgang mit dem fehlenden Frei-Räumen von Bürgersteigen und öffentlichen Plätzen während der Frostzeiten. Hier mal einen Bericht aus dem Tagesspiegel über die Rettungs- und Notdienste an diesen Tagen.
„Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch“ : Berliner Krankenhäuser und Rettungsdienste im Glatteis-Stress. Stürze auf glattem Boden führen zurzeit in den Berliner Krankenhäusern zu mehr Operationen. Im Rettungsdienst gilt der Ausnahmezustand. Wie man sich bei Glatteis am besten verhält.
Als Schweizer finde ich es einfach absurd, dass die Hauseigentümer für die Räumung der Bürgersteige vor ihren Häusern zuständig, verantwortlich sind, die Stadt nur für ihr Eigentum. Natürlich interpretiert jeder Eigentümer die Räumpflichten anders und einige verzichten ganz darauf. Professionelle öffentliche Räumdienste sollten die Aufgabe der Räumung übrall wahrnehmen, weil diese Aufgabe Teil der Daseinsvorsorge für alle Bürger ist wie Wasser, Energie usf.
Wer jetzt auf die Finanznot der Länder verweist, der sei daran erinnert, dass der Bund gerade 3stellige Millardensummen für die Bundeswehr und Infrastruktur an Schulden aufgenommen, aber für Gesundheit und Schneeräumung im Rahmen der Daseinsvorsorge fehlen dem Land die Mittel. Absurd. Meine Seniorenfreunde aus Berlin sind mehr als "bedient". Die bürgerlichen Parteien erhalten die Quittung bei der nächsten Wahl.