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Zitat von TriBlade
Das sehe ich auch so. Frage mich aber immer, hat dieser Wandel nur funktioniert, weil die Alliierten das ganze Land in Schutt und Asche gelegt haben?
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Das ist nur ein Teil. Der andere, wesentliche Teil war, daß sie danach blieben, und das Land mitgestaltet bzw. die Bevölkerung mit (um)erzogen haben, und darauf achteten, wer im Land das Sagen hat. Im Westen hat es zu einer erfolgreichen Wirtschaft und Demokratie geführt, im Osten zu einer erneuten Diktatur, wenn auch anderer Färbung.
Das mit "Faschismus aus den Hirnen bomben" klingt nett - funktioniert aber m.M.n. genauso wenig, wie Israel den antisemitischen Vernichtungswillen der Hamas in Gaza nicht durch den Krieg ändert. Man kann solche Gedankenwelten nur einhegen, mit harter Hand unterdrücken und ggf. durch Umfokussierung auf den eigenen Wohlstand und Vorankommen in den Hintergrund rücken.
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Zitat von TriBlade
Langsam scheinen die Schrecken des 2. WK zu verblassen und die hässliche Fratze des Faschismus wird auch in Deutschland wieder sichtbar.
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Ebenso, wie die häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus und Antikapitalismus wieder sichtbar wird, gerade zur Zeit z.B. in Berlin.
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Zitat von TriBlade
Bedeutet aber leider auch, ein wirklicher Systemwechsel funktioniert von außen vermutlich nur mit richtig viel Gewalt. Will man das?
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Gewalt ist nötig, um Gewalt einzuheben - aber kein ausreichendes Kriterium. Für einen erfolgreichen Systemwechsel braucht man einen Kulturwandel, was deutlich schwieriger ist, und nur möglich, wenn man es schafft, das Denken vieler Menschen zu ändern (außer das Denken war vorher schon richtig, aber durch den Staat und mit Gewalt unterdrückt, wie es in vielen Diktaturen der Fall ist).