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Zitat von Schwarzfahrer
Bezüglich Emissionen ist das E-Auto lokal immer überlegen. Global, bzgl. Klimawandel nur wenn der Strommix wirklich günstig ist - und der ist gerade hierzulande dem von z.B. Norwegen oder auch Frankreich deutlich unterlegen. Daher halte ich es klimatechnisch für effektiver, entweder die E-mobilität in Ländern mit hohem Erneuerbaren-Anteil zu fördern, oder E-Auto-Zuwächse auf das Tempo des Zubaus von Erneuerbaren im Land begrenzen; alles andere ist klimatechnisch wenig hilfreich.
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Emissionen eines Benziners (5l / 100 km, sehr wenig):
Die Well-to-Wheel-Betrachtung (Quelle bis Rad) berücksichtigt neben der direkten Verbrennung auch die Förderung, den Transport und die Raffinerie des Kraftstoffs.
Verbrennung: Ein Liter Benzin verursacht direkt ca. 2,37 kg CO2.
Vorkette: Inklusive Bereitstellung rechnet man mit ca. 3,0 kg CO2-Äquivalenten pro Rechnung: 5 l * 3 kg =
15 kg CO2 pro 100km
Emissionen des E-Autos (20 kWh / 100 km):*
Für 2024/2025 liegt der spezifische CO2-Ausstoß des deutschen Strommix bei etwa 380–400 g/kWh (Tendenz sinkend durch den Ausbau erneuerbarer Energien, der 2024 fast 60 % erreichte)
Rechnung: 20 kWh * 0,4 kg =
8 kg CO2 pro 100km
Klimavorteil: Selbst wenn man die CO2-intensive Batterieproduktion einbezieht, erreichen moderne E-Autos gegenüber Benzinern oft schon nach ca. 17.000 bis 60.000 km den Punkt, an dem sie in der Gesamtbilanz sauberer sind.
Strommix: Da der Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Netz 2024 auf über 59 % stieg, verbessert sich die Bilanz des E-Autos jährlich automatisch weiter, während der Benziner an seine physikalischen Grenzen gebunden bleibt.