Zitat:
Zitat von Trimichi
Wer sich der Realität nicht stellt oder sich der Überprüfung des Glaubens auf Glaubwürdigkeit entzieht handelt (dogmatisch), insofern moralisch, indem sich sozial verhalten wird.
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Du sagst, moralisches Handeln sei soziales Handeln. Für Dich bedeutet soziales Handeln dasselbe wie "Nächstenliebe übend", wenn ich Dich richtig verstehe. Diesen Bezug zum Christentum kann ich nachvollziehen.
Gleichzeitig lässt Du wesentliche Forderungen des Christentums an die Menschen damit einfach weg. Dessen Ziel ist bekanntlich nicht das Lebensglück des Einzelnen oder einer Gemeinschaft, sondern die Gottgefälligkeit. Das macht der Sündenbegriff klar, der sich nicht daran orientiert, Leid zu vermeiden und Wohlergehen zu fördern, sondern göttliche Regeln zu befolgen.
Die christlichen Kirchen geraten mit dieser Art der Moral zunehmend in Konflikt mit der Gesellschaft.