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Alt 10.03.2022, 10:49   #188
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 25.059
Danke, tridinski! Die Analyse von Alan Couzens ist mir bereits bekannt. Ich finde sie interessant und habe sie bereits in einer Sendung nach Blummis Ironman-Weltbestzeit verwurstet.

Zwei Anmerkungen dazu:

1. Wenn man Blummenfelts Laufgeschwindigkeiten im Training aus seinen Strava-Daten analysiert, muss man bedenken, dass viele der Trainingskilometer im Höhentraining stattfanden. Dort läuft man naturgemäß langsamer. Ich meine, es war Hafu, der diesen Aspekt damals ansprach.

2. Man kann nicht Profis mit Amateuren vergleichen, so wie Alan Couzens das in seiner Analyse tut: Er nimmt die Spitzengeschwindigkeiten von Profis und schaut, bei wieviel Prozent dieser Geschwindigkeit ihr Grundlagentraining stattfindet, zum Beispiel bei 60% des 5km-Renntempos. Diese 60% wendet er dann auf die Zeiten von Amateuren an und berechnet so deren angeblich optimale Geschwindigkeit für das Grundlagentraining. Das ist möglicherweise falsch.

Der Fehler ist aus meiner Sicht derselbe wie beim VDOT-Konzept von Jack Daniels: Man unterstellt, dass jeder Läufer ungefähr dieselbe Leistungskurve hat. Diese Leistungskurve drückt aus: Für kurze Zeit schafft man hohe Intensitäten; mit zunehmender Belastungsdauer verringert sich die mögliche Leistung immer mehr. Es ergibt sich die bekannte, nach rechts fallende Abklingkurve möglicher Leistungen. Kennt man einen Punkt dieser Kurve, nämlich das Tempo bei maximaler Sauerstoffaufnahme VO2max, läge die Kurve fest und ermögliche Vorhersagen für alle anderen Intensitätsbereiche. Mit anderen Worten: "Sage mir, wie schnell Du 2 Kilometer laufen kannst und ich sage Dir Deine Marathonlaufzeit und Deine Trainingsbereiche!".

Tatsächlich sieht die Leistungskurve von Olympiasieger Blummenfelt und beispielsweise meiner Wenigkeit sehr unterschiedlich aus. Unsere GA1-Bereiche würden sich vielleicht sogar leicht überschneiden, sodass wir gemeinsam eine längere Radausfahrt unternehmen könnten. An der anaeroben Schwelle trennen uns hingegen Welten. Noch deutlicher wäre diese Diskrepanz beim Laufen auf der Bahn, wo mir neben der Puste auch die Kraft und die Motorik fehlen würde. Kurz: Blummenfelt steht eine ganz andere Bandbreite möglicher Geschwindigkeiten zur Verfügung als mir. Warum sollte man jetzt von seinen Spitzengeschwindigkeiten auf mein GA1-Tempo schließen können? Dafür hätte ich gerne einen Beweis oder ein plausibles Argument.

Danke schonmal für Deine Mühe, tridinski, die verlinkte Studie an Ratten werde ich mir reinziehen.
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