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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Cologne Triathlon Weekend 2019
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Alt 12.09.2019, 08:34   #565
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.939
Zitat:
Zitat von triconer Beitrag anzeigen
Die Starter- und Startpassinhaberzahl taugt aber nicht um was davon abzuleiten, wenn man nicht weiß, wie sich diese zusammensetzt. Das hat LidlRacer schon beschrieben, das meinte ich mit den Teilnehmern der Volksdistanz und hinzu kommen evtl. noch ausländische Starter in Deutschland.
Als fixere Zahl steht aber auch: "Deutsche Triathlon Union besteht aus 16 Landesverbänden mit 1.554 Vereinen und insgesamt 58.733 Mitgliedern, darunter 27.627 DTU-Startpassinhaber.".
Die DTU und ihre Landesverbände vertreten nicht alle Triathleten Deutschlands, sondern nur eine Minderheit. Es wird aber anscheinend erwartet, dass sämtliche Triathleten, die an einem Wettkampf teilnehmen, Geld an den jeweiligen Landesverband bezahlen. Die Höhe der Abgabe legt der Verband selbst fest. Über die Verwendung der Mittel entscheidet er allein. Die Mehrheit der Triathleten hat weder bei der Festlegung der Höhe der Abgabe noch bei ihrer Verwendung irgend ein Mitspracherecht.

Das kann man gut finden und zum ultimativen Prüfstein der Redlichkeit eines Veranstalters erheben. Man kann aber auch anderer Meinung sein und dafür vernünftige Argumente haben. Der Veranstalter des Ironman Germany und des Ironman Regensburg bemängelte beispielsweise, dass die DTU zwar das Geld von den großen Langdistanzen nähme, im Gegenzug aber zu wenig für die Langstrecke täte. Ganz im Gegenteil: Es gab sogar den Beschluss der ITU, keinerlei WTC-Rennen mehr zu genehmigen. Davor, im Jahr 1995, drohte die ITU, sämtliche Athleten zu sperren, die beim Ironman Hawaii starten.

Ein weiteres Argument ist, dass die Interessen des Verbandes nicht identisch sind mit den Interessen der Triathleten, die ihn über Veranstalterabgaben unfreiwillig mitfinanzieren sollen. In gleicher Weise ist auch das Interesse der deutschen Radsportler nicht identisch mit den Interessen des Bundes Deutscher Radfahrer. Ich persönlich bin begeisterter Radfahrer, hätte aber gegen den BDR einiges an Kritik vorzubringen.

Oft wird so getan, als richte sich jemand gegen die Interessen der Allgemeinheit der Triathleten, weil er den Verband nicht mitfinanzieren möchte. So wird das Thema moralisch aufgeladen. Das halte ich für falsch, und genau das ist mein Punkt, um den es mir hier geht. Wir sollten Verständnis auch für die jeweils andere Seite aufbringen, denn für beide Standpunkte gibt es gute Argumente.
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