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Alt 06.12.2016, 09:40   #4637
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.939
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Und nun?! Würdest du, als Atheist, tatsächlich dem zutiefst gläubigen Newton einen Feiertag spendieren wollen?
Selbstverständlich, warum nicht? Wir ehren die wissenschaftlichen Leistungen unserer Kultur heutzutage über Nobelpreise, statt durch Feiertage. Niemand fragt dabei nach dem privaten Glauben der Forscher. Wärest Du dafür, es zu tun?

Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Wie stehst du zu deinem Satz "Die Beschäftigung mit Newton (als Beispiel) macht die Menschen schlauer und nicht dümmer" in Anbetracht dessen?
Hier existiert doch gar kein Widerspruch. Jeder Wissenschaftler unterliegt Irrtümern. Im obigen Beispiel kommt noch dazu, dass sie in Newtons privatem Bereich liegen. Geehrt werden soll jedoch seine Arbeit als Forscher, nicht sein Privatleben. Und zwar stellvertretend für den Forschergeist unserer westlichen Kultur.

Das Christentum lehrt den unbedingten Glaubensgehorsam. Man solle glauben wie ein Kind, allen Zweifeln zum Trotz. Kopernikus, Galilei und Newton symbolisieren eine gegenteilige Auffassung, nämlich zu zweifeln, zu forschen und zu prüfen. Auf diesem Wege hat unsere Gesellschaft ein enormes Wissen angehäuft. Deshalb weiß ein aufgewecktes Schulkind unserer Zeit mehr als alle zwölf Apostel vor zweitausend Jahren.


Man sieht das übrigens auch in unserer Kulturgeschichte: Vor den Christen gab es bei den Griechen eine Zeit der wissenschaftlichen und philosophischen Blüte. Dann kamen die Christen, und das Licht der Erkenntnis ging aus. Von ein oder zwei Ausnahmen abgesehen, gibt es so gut wie keine wissenschaftlichen oder philosophischen Leistungen im Mittelalter, also jener tausend Jahre währenden Zeit, als die Kirche die größte Macht hatte. Erst mit dem Rückgang dieser Macht entwickelt sich ab dem 16. Jahrhundert das, was wir heute unsere Kultur nennen. Giordano Bruno wurde lebendig verbrannt, Galilei bis ans Ende seiner Tage unter Arrest gestellt. Das sind Männer, auf deren Schultern wir heute stehen. Einen Feiertag für diese frühen Wissenschaftler fände ich gut.
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