Zitat:
Zitat von keko#
Ein Zurückrechnen in negative Zeit und diesen Zustand zu erklären, würde aber doch nur funktionieren, wenn dort ähnliche Gesetzmässigkeiten herrschten wie jetzt, um mit unseren "Werkzeugen" arbeiten und erklären zu können. Wozu ich aber keinen Grund sehe, weil zum Zeitpunkt 0 ja erst alles entstand. Möglich wäre aber schon, dass für t<0 bereits Universen vorhanden waren, die unseren ähnlich sind. Oder wir bauen völlig neue Gesetzmässigkeiten auf mit neuen Naturkonstanten usw. Eine neue "Welt" erklären, die es längst nicht mehr gibt...Warum eigentlich nicht 
|
Gott dort zu vermuten, wo die Wissenschaft noch Lücken hat, ist nicht neu. Beispiele:
• Die Vorstellung eines konkreten Himmels über unseren Köpfen, widerlegt durch Galilei. • Die Vorstellung, nur ein schöpferischer Funke können organische Verbindungen entstehen lassen. Widerlegt durch Friedrich Wöhler, der mit dem Harnstoff die erste organische Substanz synthetisierte. • Die Vorstellung, dass Lebensbausteine (Eiweißbausteine) nicht von selbst entstanden sein könnten, widerlegt durch den Chemiestudenten Stanley Miller. • Die Vorstellung, dass die Evolution der Lenkung eines Schöpfers bedürfe, widerlegt durch Joshua Lederberg. Und so weiter. So Kracher wie Charles Darwin braucht man da gar nicht anführen.
Bei Dir ist es jetzt der Urknall. Du stehst mit diesem Argument, das in Debatten wie dieser regelmäßig auftaucht, an einem der allerletzten Außenposten, in denen man solche Argumente noch anbringen kann. Denn wir verstehen die Entwicklung des Universums ungefähr seit dem Moment, in dem es die Größe eines heutigen Atomkerns erreicht hatte, spätestens aber, seit es die Größe einer Apfelsine hatte.
Trotzdem: Du hast recht, ein Gott könnte die Ursache für die Existenz des Universums sein. Warten wir’s ab!
