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Alt 17.05.2016, 10:05   #38
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 25.053
Zitat:
Zitat von ritzelfitzel Beitrag anzeigen
Gabs nicht hier auch mal ne Diskussion zur Herleitung des LDLauftempos? Habe noch so ne Aussage "Tempo langer Lauf minus 10sec/km" als groben Richtwert im Kopf?! (Fragt mich bitte nicht nach der exakten Quelle )

Das käme ja dann wieder recht gut hin, was johannespopannes berichtet hat...
Möglicherweise stammt das aus einer unserer Sendungen. Wir haben dieses Thema dort bereits mehrfach ausführlich behandelt.

Das Wettkampftempo ist häufig in der Nähe einer physiologischen Schwelle. Zum Beispiel liegt das 10- und 21km-Wettkampftempo typischerweise in der Nähe der anaeroben Schwelle, auf der Langdistanz in der Nähe der aeroben Schwelle (z.B. 2mmol Laktat). Diese Schwellen sind durch Stoffwechselprozesse gegeben, auf deutsch: durch das maßgelblich beteiligte Energiesystem. Das LD-Wettkampftempo liegt bei einem gut trainierten Langstreckler typischerweise bei derjenigen Intensität, in der die Fettverbrennung ihr Maximum aufweist.

Trainiert man mit geringerer Intensität, spricht man dasselbe Energiesystem an, das auch später im Wettkampf maßgeblich ist. Trainiert man mit höherer Intensität, läuft man Gefahr, ein anderes Energiesystem zu trainieren. Zum Beispiel schwerpunktmäßig die KH-Verbrennung anstelle der Fettverbrennung.

Deshalb ist das Trainingstempo für eine Langdistanz in der PREP- und BASE-Phase langsamer als das Wettkampftempo. Die Entwicklung hin zu höheren Laufgeschwindigkeiten findet in Intervallen etc. statt. In den anschließenden Phasen wird das Wettkampftempo dann eingeschliffen, indem man innerhalb persönlicher Grenzen möglichst oft im Wettkampftempo läuft.

Grüße,
Arne
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