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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Flüchtlingsdrama im Mittelmeer....
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Alt 27.01.2016, 00:29   #3252
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.939
Zitat:
Zitat von schoppenhauer Beitrag anzeigen
Nein, die Boote werden nicht zurück aufs Meer geschickt werden. Große Flüchtlingslager in Europa ohne Ausgang nach Europa sind ein mögliches Szenario, um das Problem in den Griff zu bekommen. Vom Integrationswillen wird man sich vermutlich komplett verabschieden, wenn die Flüchtlingsströme anhalten sollten.
Was ich dazu noch anmerken möchte, da sich das obige so schön liest:

Solche Flüchtlingslager wird es dann nicht nur in Griechenland geben, denn viele Flüchtlinge werden sie zu umgehen wissen und weiterhin nach Deutschland reisen. Einmal in Deutschland, können wir diese Menschen nicht außer Landes bringen, zum Beispiel nach Griechenland. Die Griechen würden uns etwas husten.

Es würde also auch in Deutschland solche Lager geben. Je nach dem, wie viele davon wir in die Landschaft bauen, werden sie mehrere zehntausend Einwohner haben. Dort müssen dann auch Schulen und Kindergärten entstehen, Arztpraxen, Krankenhäuser, ein Polizeiapparat, Feuerwehren, Sporthallen, Friedhöfe. Jeden Tag kommen dort Kinder zur Welt. Kurz: Es entstehen über kurz oder lang ganze Kleinstädte mit einer kompletten Infrastruktur. Zum Beispiel am Rande von Passau oder Tegernsee. Bewohnt ausschließlich von Ausländern, die keine Chance bekommen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Vielleicht gibt es recht bald einfache Werkstätten in diesen Städten, damit die Menschen dort etwas zu tun haben. Die Herstellung von Holzspielzeug, eine Lackiererei oder andere einfache Arbeiten, die heute in den Gefängnissen gemacht werden. Unsere normale Welt würde mit denen da drinnen also Handel treiben. Diese Strukturen würden sich allmählich verfestigen: Ein Möbelhaus baut in der Flüchtlingsstadt eine große Montagehalle und investiert dafür 50 Millionen Euro. McDonalds eröffnet mehrere Filialen, daneben Metzgereien mit koscherem Fleisch. Die zahlreichen privaten Moscheen und Gebetshäuser werden nach und nach von größeren, offiziellen Bauten abgelöst. Imame aus Köln und Berlin predigen längst dauerhaft dort in arabischer Sprache.

Ein nicht abreißender Flüchtlingsstrom findet diese Ghettos allemal besser als zu Hause zu verhungern oder erschossen zu werden. Dadurch bekommen sie zeitliche Stabilität und entwickeln sich vom Provisorium, entstanden aus einer kurzen Flüchtlingskrise, innerhalb von ein, zwei Jahrzehnten zu festen Kleinstädten. Straßenschilder, Speisekarten, Formulare und Zeitungen sind längst auf arabisch. Deutsch lernt niemand mehr, denn man braucht es nicht, außerdem ist es verpönt.

Wollen wir das so? Wir reden nicht von ein paar hundert oder tausend Menschen, die wir für einige Monate in Zeltlager stecken, bis sie wieder abhauen. Wir sprechen von zehn-, vielleicht sogar von hunderttausenden, die jahrelang, vielleicht sogar für immer hier bleiben werden. Sammellager im großen Stil an den Grenzen sind aus meiner Sicht deshalb keine Lösung für das Flüchtlingsproblem. Ohne Integration, als Exklaven am Rande unserer Gesellschaft, funktioniert es nicht.
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