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Zitat von Kido
Wenn Du es für Technik empfiehlst, beisst sich deine Aussage. Da sollte Kraft doch gar keine Rolle spiele. Also sprichst Du hier von normalem Training. passt doch garnicht zusammen.
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Nö, ich sehe da keine Widerspruch. Auch Technikübungen sind anstrengend v.a. wenn man sie richtig macht. Mancher bekommt sicher nicht so viele Wiederholungen hin, wie vielleicht sinnvoll wären, weil ihm einfach die Kraft fehlt. Hier ist z.B. ein Einsatzpunkt für Flossen, um die Ermüdung bei Technikübungen rauszuschieben.
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Zitat von Kido
Viele Wege führen nach Rom und es gibt ja nicht nur "den" Trainier der die Weißheit kennt.
Mal davon abgesehen, dass ich davon ausgehen, dass ihr vom normalen schwimmen kommt und auch Alexander Popov ein reiner Beckenschwimmer war und ist, so gibt es eben auch Unterschiede beim Training vom klassischen Beckenschwimmer zum Triathleten.
Klassisches Beispiel, dass ich das Gefühl habe, dass gerade beim Deutschen Schwimmen wenig züge Pro Bahn als das nonplusultra an Effizienz gilt.
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Da du Popov nicht kennst,
hier eine kleine Nachhilfestunde zu Popov und Toureski, in der auch das Thema: Zugfrequenz thematisiert wird. Sehr lesenswert.
Wer lange Züge machen kann, kann durch eine Steigerung der Frequenz (unter Beibehaltung der Zuglänge), die Geschwindigkeit steigern. Wem die Zuglänge fehlt, dem bringt auch die Frequenz nur bis zu einem gewissen Punkt etwas.
Was hier gerne durcheinandergebracht wird: Lange Züge heißt nicht gleiten bis zum abwinken. Lange Züge heißt, die maximale Reichweite der Arme für den Vortrieb ausnutzen. Und wer das kann, ist klar schneller, als einer der es nicht kann und mit höherer Frequenz gegenarbeiten muss.
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Zitat von Kido
Nur dumm das genau das alle Anfänger machen. Das kommt bestimmt nicht daher, weil sie alle vorher nur mit Flossen unterwegs waren.
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Anfänger, wenn sie richtig Schwimmen lernen, lernen vor allem erstmal die richtige Wasserlage. Das was Chris als "Schweben" bezeichnet, haben wir früher als "toter Mann" geübt: Erstmal im Wasser liegen bzw. auf dem Wasser liegen ohne aktiv arbeiten zu müssen. Wer das von klein auf (oder später) gelernt hat, hat keine Probleme mehr mit der Wasserlage. Ist aber den meisten zu langweilig erstmal ein halbes Jahr daran zu arbeiten....
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Zitat von bellamartha
Hi,
ich verfolge diese Diskussion (wie alle, die mit Schwimmen zu tun haben) mit großem Interesse.
Bei allem Respekt vor den Foristen, die vom Schwimmsport kommen und damit mir sicherlich Erfahrung und Expertise voraus haben, frage ich mich aber auch manchmal, ob sie denn immer so auf dem aktuellen Stand der Dinge sind.
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Keiner von uns lehnt Schwimmflossen als Trainingsmittel vollständig ab. Flossen können, genauso wie Paddels und das ganze andere Spielzeug, sehr sinnvoll eingesetzt werden.
Aber frag mal die Jungs und Mädels bei dir im Bad, ob sie das Equipment gebraucht haben, um Schwimmen zu lernen. Die brauchen das sicher nicht, um eine bessere Wasserlage zu erhalten oder um richtig atmen zu können. Die werden alle auch ohne Equipment ordentlich schwimmen können.
Und da liegt der Unterschied: Der Triathlet meint, er braucht das Equipment, um richtig schwimmen zu lernen. Der Schwimmer kann schon richtig schwimmen und nutzt das Zeug als gezieltes Trainingsmittel.
Nochmal:
Paddles, Flossen etc. sind sinnvolles Trainingsmittel. Schwimmen lernen kann/sollte man aber auch ohne Hilfsmittel lernen. Da finde ich den Vergleich mit den Stützräder durchaus passend: Keiner schraubt Stützräder ans Rad und sagt: Wenn ich schneller als 20km/h fahren kann, brauch ich die nicht mehr.
Matthias