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Zitat von DasOe
Seit vielen Jahren treibt mich die Frage um, was psychisch intakte Menschen zu extremen Gewalttätern werden lässt (ausgelöst durch die deutsche Geschichte von 1925 bis 1945).
Dazu gibt es sehr viel wirklich exzellente Literatur und auch allgemein-verständliche Ausführungen, die sich auf einer anderen als der häufig angewandten binären Diskussionsebene dem Thema nähern.
Bei youtube gerne mal nach der drei- oder vierteiligen ZDF-Info Serie "Wenn Soldaten zu Bestien werden - Das Grauen des Krieges" suchen.
Dazu möchte ich Harald Welzer zitieren, der in der genannten Serie die Sachverhalte mit anderen analysiert:
Und hier noch ein Artikel aus der FAZ " Ohne Moral lässt sich kein Genozid durchführen".
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Die Gedanken von Welzer darüber, was es braucht, damit Menschen zu Massen-/Volksmörder werden, würde ich teilen und kann man nur unterstreichen. Daraus ergeben sich natürlich Schlussfolgerungen für die Prävention, die Rolle des Staates sowie den rechtsstaatlichen Umgang mit Muslimen und mit Gegnern unseres Rechtssystems.
Inhaltlich ergänzungsbedürftig erscheinen mir seine Gedanken um Moral / Ideologie um die sozialökonomische Komponente (was man in der FAZ manchmal nicht so gerne thematisiert ;-) ). Die Ideologie der Entmenschlichung einer Gruppe / eines Volkes dient meistens auch dazu, ökonomische, materielle Motive (Kampf üm Rohstoffe z.B.) zu verschleiern: So war der Holocaust auch ein monströser, staatlich organisierter Raubmord an den Juden: Vom kleinen Laden, den Häusern über die Enteignung jeglichen Vermögens bis hin zum Zahngold und den Haaren wurde jeder jüdische Besitz geraubt und alle ermordet. (mit den Kindern auch die Erben).