Zitat:
Zitat von Loretta
Hallo Arne,
der Verband war der Meinung nach Prüfung der Sachlage, dass die Indizien ausreichend waren. Auf dieser Grundlage wurde die Sperre ausgesprochen. Was willst Du mehr?
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Keine Strafe ohne Schuld. Es bestehen begründete Zweifel, ob der damals herangezogene Blutwert eine Schuld Pechsteins ausreichend sicher nachweisen kann. Es besteht die Möglichkeit, dass der Verband sich irrte und sie zu unrecht gesperrt wurde. Wer für Fairplay streitet, sollte ein Interesse daran haben, das von unabhängiger Seite überprüfen zu lassen.
Der Blutpass war damals gerade erst eingeführt worden, und Pechstein war eine der ersten Athletinnen, die allein aufgrund schwankender Blutwerte, ohne positive Dopingprobe, gesperrt wurde. Es lagen damals noch sehr wenige Erfahrungswerte vor. Heute würde Pechstein aufgrund derselben Werte nicht mehr gesperrt; sie hat die damals beanstandeten Werte nach wie vor. Es ist nach meinem laienhaften Verständnis nicht auszuschließen, dass sie zu unrecht gesperrt wurde.
Ich habe zudem den ebenfalls laienhaften und unmaßgeblichen Eindruck, dass man diese berechtigten Bedenken vonseiten der Verbände arrogant formaljuristisch abgeschmettert hat. Das geht mir gegen den Strich.
Grüße,
Arne