Zitat:
Zitat von Megalodon
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Ich habs bereits erwähnt. Als ich vor einigen Jahren in die Klinik kam wurde ich bei der Anamnese vom Arzt gefragt ob ich Sport treibe. Als ich erwähnte, dass ich Triathlet sei, kam sofort die Frage ob ich dope, wenn ja womit und wie lange schon. Auf mein erstauntes Nachfragen, wie er denn auf solche Fragen käme, meinte er nur lapidar, dass sie das öfters hätten, dass Triathleten ankommen, die sich mit ihren Dopingpraktiken beinahe ins Jenseits befördert hätten.
Das war für mich der erste handfeste, das heißt nicht nur Hörensagen, Hinweis darauf, dass in dem Sport gedopt wird. Weil vor mir einer saß, der diese Leute behandelt hat.
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Was war das für eine Klinik?
Wir haben auch ständig Sportler in Behandlung. Darunter Radamateure, Triathleten, Eisschnelläufer, Biathleten usw... und auch wenn ich zu Einzelfall der Schweigepfliht wegen sowieso nichts sage dürfte: die Situation, die du schilderst kann ich nicht nachvollziehen.
Und die Sportler, die bei uns auftauchen konnten sich auf den Klinikbesuch nicht vorbereiten, weil es sich meist um Unfallverletzte nach Sturz beim Sport oder Patienten mit akuten Bandscheibenvorfall. Keiner von denen hätte Zeit gehabt, Epo abszusetzen und auf Normalisierung der Werte zu warten.
Aber natürlich gibt es auch Kollegen die mit denselben Vorurteilen unreflektiert hantieren, die man in der Allgemeinbevölkerung findet.