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Alt 23.10.2013, 09:59   #8
Jhonnyjumper
Szenekenner
 
Registriert seit: 09.02.2010
Beiträge: 400
Zitat:
Zitat von Matthias75 Beitrag anzeigen
Wenn du den Arm zwischen Streckung und "Hand-nenben-dem-Kopf" ins Wasser führst, ist das schon recht weit vorne. Wenn du den Arm weiter streckst und dann ins Wasser führst, besteht die Gefahr, dass du ihn komplett gestreckt ins Wasser schlägst und direkt nach unten ziehst.
Finde ich nicht! Und ich sehe es auch in den Zeitlupen von guten Schwimmern nicht. Klar, ganz lang sollte der Arm nicht ins Wasser platschen. Aber vielleicht bin ich auch blind!

Zitat:
Zitat von Matthias75 Beitrag anzeigen
Nur den Arm beugen für den hohen Ellenbogen bringt natürlich allein noch nicht viel. Der Unteram sollte locker nach vorne pendeln bzw. nach vorne geführt werden. Dann ist die Überwasserphase zum einen eine Erholungsphase, weil der Arm nicht komplett gespannt ist. Zum anderen kann der Arm so locker ins Wasser gleiten. Wenn das im Triathlon mehr könnten, wäre die Klopperei im Wasser tw. deutlich geringer, weil man nicht so weit seitlich in der Überwasserphase ausholt. Durch das lockere nach vorne Führen sind die Schläge auf den Nebenmann auch nicht so hart
M.E. gilt das vor allem für Beckenschwimmer und vor allem für Schwimmer ohne Neo. Ich finde da Brad Suttons Sichtweise sehr gut nachvollziehbar. Es ist egal, ob hoher Ellbogen oder etwas anders, wichtig ist, dass der Arm locker nach vorne geht. Und das ist mit Neo oft eben nicht wie bei Beckenschwimmer, da das Material zieht.

Zitat:
Zitat von Matthias75 Beitrag anzeigen
In der Zugphase baust du den Druck auf, den du in der Druckphase weiter durchziehst. Wenn du vorne keine Zugphase hast, fehlt dir hinten raus der Druck, weil du den erst in der Druckphase aufbauen musst. Wieso bei jedem Armzug auf einen halben Meter Schub verzichten?
Von Zugphase weglassen war nicht die Rede. Das kann nur Quatsch sein. Aber von solchen Metaphern wie Wasserfassen oder Wassergreifen würde ich mich dringend verabschieden und sie werden häufig benutzt, um den Zug einzuleiten. Sie sind irreführend. Wenn die Hand locker nach unten fällt und der hohe Ellbogen unter Wasser da ist, sind die Vorraussetzungen für einen effizienten Zug gegeben und zwar ohne viel Aufwand. Das Hauptproblem bei Triathleten ist m.E. nicht der Krimskrams mit der korrekten Handstellung 2mm weiter offen oder geschlossen oder gewendet usw., sondern ob die Hand vor "ihrer" Schulter eingetaucht wird oder zu weit innen (zu weit außen habe ich ganz selten gesehen). Das macht den Zug richtig schlecht und führt zum Schlingern. Und in der Regel muss daran zuerst gearbeitet werden.


Zitat:
Zitat von Matthias75 Beitrag anzeigen
Das Nach-unten-Fallen" führt zudem eher dazu, dass Druck nach unten aufgebaut wird, wodurch die Wasserlage unruhig wird.
Nein. Denn es soll nicht der Arm nach unten drücken, sondern lediglich die Hand nach unten fallen, wobei der Ellbogen weitestgehend stehen gelassen wird. Es reicht aber für Anfänger die Konzentration auf die Hand. Wenn die Aufgabe ist, nur diese sanft nach unten fallen zu lassen, kommt der Rest von alleine.

Zitat:
Zitat von Matthias75 Beitrag anzeigen
Problem bei gestreckten Armen ist, dass man bei jedem Armzug leicht eine "Unwucht" reinbekommt. Wenn du den Arm seitlich nach vorne ziehst, musst du ja irgendwo wieder ausgleichen. Dadurch wird die Wasserlage unruhig. Actio = Reactio. Ist beim Laufen übrigens auch so. Führt mal beim Laufen den Arm gestreckt und im Bogen nach vorne.
Matthias
Dass ein gestreckter Arm nicht optimal ist, kann nicht bestritten werden. Aber dass Triathleten ewig lang daran herumkorrigieren, steht nicht zum Nutzen im Verhältnis. Der eigentliche Grund für die übertriebene Arbeit am hohen Ellbogen ist m.E., dass der Trainer primär von oben nur diesen "Fehler" sieht und er weiß ja, das ist nicht gut. Zum Laufen: klar, ein gestreckter Arm ist nicht so dolle, ist aber auch ein extremer Vergleich. Die Armbewegung ist beim Laufen sehr originell individuell (guck dir z.B. mal Ryan Hall an) und es gibt auch Untersuchungen, die nahelegen, dass eben die Armebewegung nicht zwingend negative Effekte auf das Laufen hat, sondern gerade umgekehrt auch Probleme in der Laufkoordination durch individuelle Armführung kompensiert werden können.

Grüßle,
J
Jhonnyjumper ist offline   Mit Zitat antworten