Zitat:
Zitat von Pascal
Es ist doch ein gutes Zeichen für ein funktionierendes rechtsstaatliches System wenn Vorwürfe erhoben werden, diese von einer Staatsanwaltschaft nach den Prinzipien eines Rechtsstaates überprüft werden und dann ggf. ganz oder teilweise fallen gelassen werden.
Genau der Fall Wulff ist doch ein Beispiel wie unabhängig hier die Justiz ermittelt hat.
Wenn journalistische Arbeit dazu führt, dass die Justiz ermittelt, ist dies doch nicht zu verurteilen. Insofern ist das Substantiv "Einfluß" wertneutral, manche Missstände können überhaupt nur durch die Freiheit der Presse aufgedeckt werden. Seien wir also dankbar für diese Freiheit.
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Der Knackpunkt ist aber, daß die Presse der Öffentlichkeit erstmal ein Urteil vor"schreibt", und der so Abgeurteilte mit den gesellschaftlichen Folgen dieses Urteils leben kann/darf/muß.
Das gilt für Mollath genauso wie für Wulff und für van Elst.
Der Justiz bleibt dann höchstens noch die Aufgabe, dieses Urteil zu bestätigen oder eben zu widerrufen.
Gesellschaflich gesehen ist aber der Ausgang des Justizverfahrens nicht relevant. (siehe Kachelmann)
Und ich bin gespannt, ob Herr Wulff - falls er freigesprochen werden sollte - wieder hochgeschrieben wird.
Ich glaub's ehrlich gesagt nicht.
Andererseits gibt es zweifellos etliche Fälle, in denen die Presse Riesensauereien aufgedeckt hat - wofür man ihr dankbar sein muß.