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Man sollte halt unterscheiden, welcher Schmerz vorliegt. Man unterscheidet ja einen Akut-Schmerz, der bei Verletzungen, akuten Erkrankungen usw. auftritt und dessen Aufgabe es ist, den Patienten "zur Ruhe zu bringen", damit der Heilungsprozess nicht gestört wird. In diesem Fall ist ein Schmerzmittel zur Unterdrückung des Schmerzes, damit man weiter trainieren kann, völlig unangebracht. Soll nicht heißen, dass man jeden Akut-Schmerz "ertragen" muss, der Einsatz von Schmerzmitteln ist da schon allein deshalb sinnvoll, um kein chronisches Schmerzsyndrom (s.u.) zu entwickeln.
Anders sieht´s dann schon wieder beim chronischen Schmerz(-Syndrom) aus. Hier entsteht der Schmerz nicht mehr an der vermeintlichen Schädigung (Organ, Skelett), sondern der Schmerz manifestiert sich zentralneurologisch im Gehirn. Das Gehirn hat nicht nur die Fähigkeit, Gedichte auswendig zu lernen, es "merkt" sich leider auch Empfindungen wie Schmerzen und speichert sie im sog. "Schmerzgedächtnis" ab. dadurch empfindet man (chronische) Schmerzen, obwohl die ursprüngliche Schädigung längst verheilt ist.
Solch einen chron. Schmerz muss man ganz anders angehen, hier wirken periphere Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclo gar nicht, hier behandelt man vor allem mit "Nervenblockern" wie Pregabalin, Gabapentin oder auch mit Antidepressiva wie Amitryptilin, Mirtazapin oder Duloxetin. Beim chronischen Schmerz führt Sport und Bewegung zur Besserung des Schmerzes! Vor allem, um den ständigen Kreislauf Schmerz-Depression-Schmerz zu unterbrechen.
Geändert von Maris (16.10.2013 um 13:06 Uhr).
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