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Alt 09.09.2013, 16:51   #71
Mirko
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Zitat:
Zitat von TrInfected Beitrag anzeigen
3x schwimmen und Fango-Packung

Am 08.09. stand der Stadtwerke Ratingen Triathlon (früher Dumeklemmer Triathlon) an. Eigentlich hatte ich mir überlegt, am Vortag schon meine Startunterlagen zu holen und die Streckenerkundung mit zu machen, hab mich dann aber (leider) doch dagegen entschieden.

Die Wettervorhersage ließ Schlimmes ahnen... Regen und maximal 15°C. Regenrennen! Davor hatte ich gehörigen Respekt, besonders das Radfahren machte mir Bauchweh. Ich fahre ja erst seit Anfang 2013 Rennrad und das eigentlich nur bei schönem Wetter.

Ich war für die 14. Startgruppe mit Startzeit 14:20 Uhr eingeteilt, also konnte ich lange schlafen. Vor lauter Aufregung haben wir (mein Freund und ich) die falsche Autobahnabfahrt genommen und wurden vom Navi lustig im Stadtkern von Ratingen im Kreis herum geführt. Wir kamen sogar an der Radstrecke vorbei, aber die Parkplätze und das Angerbad, wo sich Wechselzone, Start und Ziel befanden, waren unerreichbar. Recht schnell hatte ich die Nase voll und keine Nerven mehr, also haben wir in einer Seitenstraße geparkt und die restlichen Meter zu Fuß zurück gelegt.

Mittlerweile nieselte es nur noch leicht, aber die Wiese im Freibad sah schon gut aus. Zuhause hatte ich kurz überlegt, Gummistiefel anzuziehen... Hätte ich das mal getan! So schlimm wie erwartet war es dann aber doch nicht, weil mein Wechselplatz ganz weit hinten war und da kaum jemand vorbei kam. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für den Tipp hier aus dem Forum, einen Müllsack zum Schutz der Klamotten mit zu nehmen! So konnte ich meine Schuhe trocken aufbewahren, außerdem habe ich noch Armlinge und eine Windweste bereit gelegt.

Nach dem Check-In hatte ich noch etwas Zeit und habe den anderen Schwimmern zugesehen. Das Becken dampfte so vor sich hin... War entschieden wärmer als die Luft. Dann war es auch schon Zeit zum Umziehen. Kurz vor der Wettkampfbesprechung hab ich meinem Freund noch meine Jacke in die Hand drücken können, damit ich im Ziel etwas warmes zum überziehen hatte.
Nach der Besprechung ging es dann durch eine Schleuse ans Becken. In der Schleuse bekam man seine Startnummer auf den Oberarm geschrieben, ganz neu für mich. Im Indeland wurde die Nummer auf die Hand geschrieben, im Münster wurde gar keine Nummer irgendwo hin geschrieben.
Die Bahn konnten wir uns aussuchen, also bin ich recht weit nach hinten durch gegangen. Ich dachte, die Bahn 7 passte gut zu meiner Startnummer (3007). Dann entschied ich mich noch für eine gelbe Badekappe, weil die perfekt zu meinem Anzug passte (da bin ich ganz Mädchen!) und es ging ans Einschwimmen. Nach einer halben Bahn hörte ich schon die Durchsage, dass man sich zum Start einfinden sollte. Naja, immerhin also rund 50m eingeschwommen... Mehr als bei meinen bisherigen Wettkämpfen!

Wir waren 5 Mädels auf der Bahn und hatten uns brav sortiert. Beim Start ging es sehr geordnet und absolut harmlos zu – und ich hatte im Vorfeld richtig Angst vor der Enge mit vielen Leuten beim Start! Mal wieder total unbegründet. Vom Training bin ich es gewohnt, mich kräftig am Rand abzustoßen, aber gestern musste ich da schon bremsen, weil ich meiner Vorfrau sonst in die Beine geschwommen wäre. Auf der zweiten Bahn habe ich das erste Mal überholt. Am anderen Ende des Beckens wurde ich fleißig angefeuert, und so habe ich ziemlich kurz darauf schon die nächste Schwimmerin überholt. Beim Wenden hab ich mich dann irgendwann gefragt, ob ich alleine auf der Bahn wäre – als ich mit meinen 500 Metern fertig war, hatte ich auf die Schwimmerinnen hinter mir wohl noch mindestens eine Bahn Vorsprung „erschwommen“. (Selbst habe ich das nicht gesehen, weil ich im Kopf schon auf dem Rad saß.)

Jetzt kam der Part, vor dem ich am Meisten Respekt hatte. In T1 entschied ich mich dann doch gegen Weste und Armlinge, trotzdem hatte ich das Gewühl, dass der Wechsel ewig gedauert hat.

Eigentlich fühle ich mich auf dem Rad gar nicht so schlecht, aber gestern machte mir der nasse Untergrund Sorgen. Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass die Strecke „nicht ohne“ sein sollte, dem entsprechend vorsichtig bin ich die erste Runde dann auch angegangen.
Zu Anfang hatte ich einen Anflug von Übelkeit und musste erst einmal durchschnaufen; es ging doch ganz schön auf und ab hier! Trotzdem konnte ich ein paar Radler vor mir einsacken. Natürlich bin ich auch oft überholt worden... Aber das kenne ich ja und mir ging es gestern auch nicht um besonders gute Zeiten. Da ich im Vorfeld rund 3 Wochen verletzt war und das Wetter auch nicht optimal war, wollte ich einfach nur „heile“ ins Ziel kommen...

Die zweite Runde ging dann schon etwas zügiger. Nachher in der Wechselzone habe ich gesehen, dass ich als max. 51,5km/h auf dem Tacho habe. Für das Wetter finde ich das schon recht schnell. Die alte Französin hat mich sicher über die Strecke gebracht, auch die abschließende Kopfsteinpflaster-Passage haben wir gut gemeistert. Trotzdem war ich froh, als es dann auf die Laufstrecke ging.

T2 war etwas zügiger und die Beine haben auch sofort mit gemacht. Der Laufpart ist für mich mental am schwierigsten, weil ich aktuell noch echt langsam bin. Es motiviert nicht gerade, wenn Läufer um Läufer an einem vorbei zieht... Sage und schreibe genau einen Läufer habe ich überholt. Dafür bin ich die 5km aber durchgelaufen und musste keine Gehpause einlegen. Ich habe überhaupt keine Gehpause eingelegt, auch nicht zwischendurch! Und das ist eine große Verbesserung für mich. Meine Verletzungen haben sich auch nicht gemeldet, alles prima – wohl auch dank der neuen Schuhe, die ich vorher ganze 2x gelaufen war. Aber jetzt kommt ja der Winter und da wird an der Laufform gearbeitet.

Zu den nackten Zahlen:

In meiner AK zweit schnellste Schwimmerin, trotzdem nur Platz 10 von 11. Gesamtplatz 59 von 71 Starterinnen.

Swim: 10:38min
Bike: 56:13min
Run: 36:27min
(irgendwo darin stecken dann auch die Wechselzeiten)

Gesamtzeit 01:43:19.

Fotos gibt’s auch, die reiche ich bei Gelegenheit nach.

Ach Gott was ein Text. Wenn's nachher mal ruhig ist auf der Nachtschicht Les ich mal, wie es bei dir so läuft! Beim überfliegen hab ich festgestellt, dass du wohl genauso ein Seuchenjahr mit Krankheit und Verletzung hattest wie ich!
Mirko ist offline   Mit Zitat antworten