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Zitat von amontecc
...Es geht darum, dass du in deinem Beispiel, hättest du mal gerade keinen Helm getragen, eine Mitschuld bekommst obwohl dich jemand abgeschossen hat.
Dann wärst du sicher auch ganz enttäuscht. Hast wegen eines Idioten körperliche Schäden und bekommst noch ne Ohrfeige, weil du dich vermeintlich vor den Unfallfolgen (nicht dem Unfall) hättest schützen können.
Ich fahre auch mit Helm und trotzdem finde ich das mit der Mitschuld unlogisch. Wo zieht man die Grenze.
Wärst du auf den Rücken gefallen und nicht auf den Kopf, hätte dir der Protektor geholfen und vielleicht nicht der Helm.
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Nun, wenn ich ohne Helm (oder ohne Rückenprotektor) bei einem Unfall verletzt werde, ist es eben auch meine Mitschuld. Es ist allerdings auch meine Entscheidung, welches Risiko mir hoch genug erscheint, etwas dagegen zu tun, und bei welchem ich etwas an Gefahr in Kauf nehme. Helm ist geringer Aufwand, großer (potentieller) Nutzen. Rückenprotektor ist größerer Aufwand, und (mir persönlich) geringer erscheinendes Risiko.
Ähnlich entscheidet man doch vielfach anderswo auch: z.B. Impfe ich mich gegen FSME, oder nehme das Risiko in Kauf, weil ich es für gering halte; oder versichere ich mein Rad gegen Diebstahl, oder lasse ich es bleiben, etc. - es muß immer meine Entscheidung bleiben, aber wenn es schief geht, ist es auch meine Verantwortung!
Fazit nochmal: ich bin absolut gegen Helmpflicht (Luis Argumente sind auch meine), aber ich verstehe, wenn eine Mitschuld angerechnet wird ohne Helm. Für mich ist es absolut logisch.