Moin,
Zitat:
Zitat von FidoDido
Da steht:
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zunächst einmal
Zitat:
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Unterkühlung droht (...) Im Wasser (...) bereits bei Wassertemperaturen unter 20° C, wobei Schwimmen die Auskühlung zwischen 21 und 24 °C verlangsamt.
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was IMHO meine Behauptung stützt, dass bei Wassertemperaturen oberhalb von 20°C keine Unterkühlung droht, wenn man sich sportlich schwimmend ein bis zwei Stunden darin bewegt.
Dass man sich in diesem Temperaturbereich nicht unbedingt wohl fühlt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Zitat:
Zitat von FidoDido
Da steht:
Zitat:
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Schon bei Wassertemperaturen ab 25° C setzt hingegen eine verstärkte Atmung ein. Bei kälterem Wasser (ab 15°C) kommt es sofort zu einem massiven Atemzug, der bis zu drei Liter Volumen umfassen kann und in eine unkontrollierte Hyperventilation (beschleunigte Atmung) übergeht.
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Verstärkte Atmung heißt für mich Stress --> heißt (unnötige) Mehrbelastung für den Körper. Ich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte, sich das "anzutun".
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Nochmal: Ich diskutiere hier über Temperaturen > 20°C. Die heftigeren Reaktionen bei Temperaturen < 20°C ( Wo auch mbMn ein Neo sinnvoll ist) treten bei plötzlichem Eintauchen in das Wasser auf, sie lassen sich problemlos durch langsames Abkühlen in den Griff bekommen. Und Wassertemperaturen < 15° (OK, eigentlich sind es 14°C) stehen ohnehin nicht zur Debatte.
Oberhalb von 20°C ist die vertärkte Atmung IMHO einfach eine natürliche Körperreaktion auf eine bestimmte Umgebungstemperatur so wie beispielsweise eine Gänsehaut oder Schwitzen. Wenn das schon Stress für jemanden bedeutet, ist IMHO eine draußen statt findende Sportart nicht ganz das richtige für ihn.
Zitat:
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Beim Ironman Frankfurt 2010 wurde für alle Athleten ein Neoprenverbot ausgesprochen (Wassertemperatur > 24,5 ºC ). Im Verlauf des Rennens wurden mehrere Sportler mit Unterkühlung behandelt. Besonders gefährdet scheinen Athleten mit Schwimmzeiten über 1:15 Stunden.
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Zitat:
Zitat von FidoDido
Das wäre ja laut chris.falls Aussage gar nicht möglich.
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Meine Überlegungen beziehen sich auf die Zeiten in dem oben verlinkten Wikepedia Artikel. Dass es sich von selbst versteht, dass diese Zeitangaben nicht für alle Menschen gelten, sondern für einen großen Prozentsatz, hatte ich vorausgesetzt.
Unter
http://services.datasport.com/2010/tri/ironman_germany/
findet man die Ergebnisse vom besagten ironman
Bei den Frauen ist nur eine nach dem Verlassen von T1 ausgestiegen, sie hatte zu dem Zeitpunkt etwa 1:40 auf der Uhr.
Bei den Männern waren nach 2,3 km Schwimmen acht Leute raus. Wenn man die bis dahin benötigten Zeiten auf 3,8 hochrechnet, wären dabei folgende Schwimmmsplits herausgekommen:
1 x ~ 1:15
3 x ~ 1:45
1 x ~ 2:25
1 x ~ 2:45
Weiter zehn waren beim Erreichen von T1 raus, sie hatten dann folgende Zeiten auf der Uhr:
1:03
1:14
1:46
2:24
2:28
2:29
2:31
2:35
2:36
Wie viele davon nun die "einige" mit Unterkühlung waren, lässt sich anhand der nackten Zahlen natürlich nicht sagen. Aber selbst wenn es alle waren, war es ein verschwindend geringer Anteil der Teilnehmer.
Weiterhin ist die Aussage, dass das Problem "überwiegend Schwimmer" mit Zeiten > 1:15 betraf doch arg geschönt. Ein paar hatten schon sehr mit dem Schwimmen zu kämpfen, viele hätten ohnehin kaum eine Chance gehabt, den Schwimmsplit zu schaffen, trifft es IMHO eher.
Das waren bis auf drei (die vermutlich andere Probleme hatten) schlechte bis sehr schlechte Schwimmer, welche hart mit den Anforderungen, welche der Schwimmpart eines IM stellt, zu kämpfen hatten, bzw. ihnen schlicht nicht gewachsen waren. Bei einer unbekannten Anzahl davon folgten daraus dann auch Probleme mit Unterkühlung.
Viele Grüße,
Christian