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Ein wenig schaue ich schon auch auf meine Vorjahreszeiten, vor allem weil ich trotz fortschreitendem Alter (mittlerweile 38) noch immer in der Lage bin über die meisten Distanzen schneller zu werden.
Allerdings hat sich meine Wettkampfauswahl mittlerweile stark verschoben. Hauptsächlich deshalb, weil ich es eben nicht sehr reizvoll finde jedes Jahr wieder den alten Zeiten hinterherzurennen und nochmals einen draufzusetzen.
Ich ziehe meinen Spaß und meine Motivation daraus, bewusst immer wieder neue Rennen und Rennformate anzugehen. Entsprechend ist meine Einordnung dort auch immer ganz anders. Beispiel: Bin diesen Winter meinen ersten richtig schweren Langlauf-Marathon gelaufen und war total stolz auf meine Leistung und dabei fast 10 Min. schneller als mein errechneter Fahrplan (4min/km). Dennoch war ich am Ende gerade so in der ersten Hälfte des Herrenfeldes.
Im Gegensatz dazu: Bei Triathlons sollte es dann schon eher Richtung AK-Treppchen und Top-10-Prozent gehen, Zeiten sind mir da aber eher egal, auch wenn ich da später wieder Quervergleiche zu bekannten Konkurrenten ziehe.
Bei Radrennen (MTB und RR) ist das sowieso immer komplett anders, je nach Saisonphase, Strecke und Tiefe des Feldes. Anhaltspunkte gibt es dort gar keine, außer die Tatsache, dass ich nach der Ziellinie quasi von Sattel fallen will.
Entscheidend für mich ist daher in erster Linie, meine für mich vorher persönlich definierte Leistung zu bringen. Manchmal liege ich falsch mit meiner realistischen Einschätzung (Beispiel Sellaronda Hero, MTB-Marathon, richtig hart) des erreichbaren, aber grundsätzlich setze ich meine Ziele schon immer recht hoch an. Wenn andere schneller sind, stört mich das nicht. Außer wenn das Leute sind, die sonst hinter mir sind.
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