Zitat:
Zitat von dasgehtschneller
Bei Schwein denk ich an Schweinchen Babe. Und trotzdem verspeise ich es
Als Kind habe ich auch immer gerne die Kaninchen meiner Grosseltern gestreichelt die am Sonntag dann auf dem Tisch gelandet sind und auch die Bio Kälber die auf der Weide gegenüber meines Hauses grasen sind sehr niedlich.
Wenn einem bewusst ist dass jedes Fleisch von einem Tier stammt dann macht es meines Erachtens auch keinen Unterschied beim Essen.
Da ist es mir wichtiger dass das Tier nicht allzusehr gelitten hat bevor es in der Fleischtheke gelandet ist und in der Hinsicht haben eher exotisch anmutende Fleischsorten oft auch die Nase vorn da sie noch nicht so zum Massenprodukt geworden sind.
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.... und abgesehen davon wachsen Pflanzen auch nicht ohne organischen Dünger - es sei denn man verschwendet das knappe Rohöl für Dünger, was nicht nachhaltig ist. Wenn man mal verstanden hat, dass Leben stets nur auf Kosten von anderem Leben werden und existieren kann, wenn man also die natürlichen Abläufe verstanden hat, die eben so sind, wie sie sind, dann macht es ethisch betrachtet keinen Unterschied, ob man Tiere oder Pflanzen isst. Ernährungsphysiologisch aber macht es einen großen Unterschied, weil der Homo Sapiens nun mal eben unbestreitbar sowohl tierische, als auch pflanzliche Nahrung verstoffwechseln kann, jedoch insbesondere mit den Antinutrients in vielen Pflanzen nicht gut zurecht kommt. Die Evolution unserer Gehirne - die Menschwerdung an sich! - wäre ohne den Verzehr tierischer Fette überhaupt nicht denkbar gewesen. Der Verzehr von Tieren ist somit geradezu identitäts- wie artprägend für den Homo Sapiens. Moralisch ist, gemäß seiner Natur leben zu dürfen und anderen ein ebensolches Leben nach ihrer Natur zuzugestehen.
Fragwürdige Verteufelung von Fleischkonsum ist daher unmoralisch und allenfalls eine putzige Schrulle. Klimaschutzargumente nahezu schwachsinnig, weil sie völlig an den Ursachen des Problems vorbeigehen: Nicht das Fleischessen ist das Problem, sondern die Überbevölkerung und die Methoden der industriellen Landwirtschaft, die die Böden zerstört und der Erosion preisgibt. Beides geht Hand in Hand - beides muss parallel angegangen werden. Fleischkonsum zu verbieten brächte lediglich Mangelernährung mit sich.
Wenn sich Vegetarismus noch dazu auf religiöse Gebote beruft, kommt noch mangelnde Vernunft dazu, denn Religion kann man in aufgeklärten Zeiten doch ernsthaft nur mit Agnostizismus begegnen. Wer ein Hirn zum Denken hat, sollte es auch benutzen und nicht in selbstgeschaffenen geistigen Parallelunivrsen nach Wahrheiten suchen, die mit der objektiven Wirklichkeit nichts zu tun haben und überflüssigerweise seinen Mitmenschen auch noch daraus abgeleitete Gebote aufzuerlegen und sie damit zu drangsalieren.
Selbst die Frutarier bescheissen den Apfelbaum, der ihnen den Apfel - nach ihrer Vorstellung - freiwilig geschenkt hat. Hat er aber nicht - der Deal des Apfelbaumes ist: Ich geb Dir den Apfel, Du isst ihn, du kackst die Kerne in die Prärie, so dass ich Nachwuchs habe. Was macht der von seiner Morlaität berauschte Veganer aber? Er spült den Samen des Apfels nach abgeschlossener Verdauung ins Klo und nix ist mit neuen Apfelbäumen. Ist es moralisch-ethisch ok, sich nicht an den von der Natur vorgeschlagenen Handel mit früchtetragenden Pflanzen zu halten?
Was würde der Apfelbaum tun, wenn er sich wehren könnte? Er kann im Gegensatz zum Tier keinen Laut von sich geben, kann einen nicht wie ein Tier anschauen, er kann nicht weglaufen - er hat "keine Seele" ... und daraus schließt der Vegetarier, dass sein Handeln frei von moralischen Fallstricken ist... . Fragt man nach der Seele, argumentiert der Veganer gern mit dem fehlenden Schmerzempfinden einer Pflanze, die er schlachtet und verspeist und damit tötet. Seit wann aber kann man den das theoretische Konstrukt einer immateriellen "Seele" materiell physiologisch verorten? Wo sitzt denn dann beim Menschen die Seele im Körper und mit welchen bildgebenden Verfahren kann man sie sich plastisch vor Augen führen... Fragen über Fragen...
Zeit mir ein Schnitzel vom artgerecht gehaltenen Bio-Schwein in die Pfanne zu hauen. Pferdefrei, hoff ich mal. Würde mich aber auch nicht stören, wenn's nicht so wäre. Ich mag Pferdefleisch sehr gern.