Zitat:
Zitat von Bernd S.
Den allgemeine Wissensstand „der Gesellschaft“ wie Du es nennst, könnte man in etwa so zusammenfassen: „Deine Kirche ist ja wohl das allerletzte“!
Und das gilt besonders in unserer Zeit nach dem atheistischen, 20. Jahrhundert. Du schreibst, dass „die Gesellschaft“ empört sei. In Wahrheit ist es aber die nichthinterfragte, mediale Empörung unbekannter Journalisten die wir blind übernehmen. Oder wer von uns war bei dem Fall dabei bzw. hat sich die Mühe gemacht nochmal ernsthaft zu recherchieren, bevor er sich empört hat?
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Du irrst meiner Ansicht nach gewaltig, dass das alles nur medial gesteuert ist. Da kommt der immense Erfahrungsschatz der Gesellschaft selber und hier im Forum Beiträger dazu. Und da lassen sich offensichtlich viele berechtigte Parallelen ziehen (Ähnlich dem #Aufschrei beim schlechten Herrenwitz der FDP) Dein Grundfehler ist wohl, dass jemand, der nicht ‚drin‘ sondern ‚aussen‘ ist, wohl irgendwie fremdgesteuert sein muss, weil er sich gar nicht auskennt und nicht mitzureden hat. Da kann ich nur gähnen.
Nahezu jeder in unserer Gesellschaft hat und macht mehr oder minder sogar zwangsläufig Erfahrungen mit christlichem Leben und mit den kirchlichen Institutionen (ja, ich unterscheide). Die, die sich von dem Kirchen abwenden oder das Christentum als Leitbild ablehnen haben deswegen mitnichten keine Ahnung und Erfahrung und sind auch nicht draussen.
Tendenziell steht mir phonofreund’s Haltung sehr nahe, hinderte mich aber nicht, jahrelang im Chor, der ökumenischen Schola, mitzusingen, nette Leute. Zen spielte in meinem Leben immer eine Rolle, geistig, familliär wie sportlich. Meine beste Triathlonpartnerin ist Pfarrersfrau (nein, nicht kath.

). Meine Töchter nun volljährig, sind nicht getauft worden, gegen alle Widerstände der Verwandschaft, heute sind sie auf der einen Seite ausdrücklich dankbar dafür, auf der anderen Seite macht die eine jetzt ihr FSJ bei katholischen Frauenorden in Südamerika und will definitiv geistig unabhängig bleiben.
Leben ist dort wo Leben gelebt wird.
Die Kirche(n) stellen entfernen sich immer weiter davon. Ich kann sie nicht aufhalten…
Zitat:
Zitat von Bernd S.
Den Journalisten ging es bei der Berichterstattung ganz sicher nicht um das Opfer, die vergewaltigte Frau. Die Medienmillionäre Jauch & Co. verstoßen bereits bei ihren Überschriften gegen das journalistische Gesetz der Neutralität. Die werden uns für die vielen Millionen alles verkaufen.
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Was die Situation der jungen Frau betrifft: Sie stand aus wohlverstandenem Schutz der Privatsphäre nicht im Mittelpunkt der Journalistik, im Gegensatz zu den katholischen Fundamentalisten, die einer Frau in einer äussersten Notsituation vorschreiben wollen, wo auf den Millimeter und Bruchteil von Sekunde der Unterschied zwischen Verhütung und Tötung liegt. Apologeten der Jungfrau Maria .... eben.
Die Frau wurde offensichtlich schwerwiegend verletzt (KO-Tropfen, … ) und wahrscheinlich vergewaltigt. Die Notfallbehandlung und die Spurensicherung wurden ihr von zwei katholischen Krankenhäusern verweigert. Nicht lapidar und falsch wie von Dir behauptet, nur die Pille danach (das Rezept hatte sie ja schon)
Und nun? Willst Du jetzt wirklich wissen, ob sie tatsächlich vergewaltigt geworden ist, tatsächlich schwanger war, einen Freund hat, wie sie aussieht, oder was?
Deine Aussage, ähnlich der des Martin Lohmann, einer Frau in einer Notsituation erstmal eine obskure Vielschichtigkeit erklären zu müssen, bevor sie wenn überhaupt ärztliche Hilfe und Notfallversorgung bekommt ist, ich lasse mich hinreissen, : pervers.
Da kann ich nur den Kopf schütteln. Jauch und Co haben meinem Eindruck nach (auch mit der gestrigen Sendung) sehr nah dran und doch sehr verantwortungsvoll gehandelt, Hut ab, kenne ich tatsächlich nicht immer so.
Grüße,
Christian