Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Dennoch habe ich den Kern meiner Aussagen in dem Beitrag nicht wiedergefunden. Ganz im Gegenteil. Die Passage des Films mit dem Text "Der Marathon – hier hilft nur noch der Wille oder die richtige Dosierung..." bedarf einer Richtigstellung, die ich in meinem Interview gegeben hatte, im geschnittenen Film aber leider fehlt.
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Dankbar bin ich den Autoren dafür, dass meine Aussage den Schnitt überlebt hat, dass die Triathleten in ihrer übergroßen Mehrzahl gegen Doping sind und ein schleichendes Eindringen aus benachbarten Sportarten missbilligen und bekämpfen. Diese Grundhaltung ist die Ursache für Dopingkontrollen bei Amateuren bei Ironman- und Challenge-Veranstaltungen.
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Tja, der erste Teil ist wohl auch dem Schnitt zum Opfer gefallen, weil er nicht in die Grundaussage des Beitrages passte. Die Öffentlich-rechtlichen Medien wollen sich jetzt nicht (mehr?) nachsagen lassen, dass sie das Thema Doping verharmlosen. Und da kann so ein Beitrag auch schon mal dramatisch zugespitzt werden. Vielleicht wollten die Autoren aber auch die Beispiel-Triathletin so verstanden wissen, dass man durchaus ohne Doping eine LD durchstehen kann.
Was ich allerdings bemerkenswert fand: Ein Pharmakologe gibt quasi eine Anleitung, welche Produkte mit welchen Wirkstoffen zum Doping geeignet sind und in welchem Buch man das alles nachlesen kann. Sicherlich kann jeder Interessierte diese Informationen auch im Internet finden, aber "Doping - leicht gemacht" im Fernsehen?
Die Missbilligung des Dopings durch dich hier auf TS und auch der Mehrheit der Triathleten ist sehr gut rübergekommen, das hast du kurz, prägnant und unmissverständlich formuliert. Warum Triathlon in dem Bericht eine solche Rolle gespielt hat und der Amateur-Radsport bzw. auch der Marathon als Einzeldisziplin eine eher untergeordnete Rolle spielte, könnte an Herrn Matschiner und seiner bekanntesten Kundin liegen, die sich beide in der Richtung "machen doch alle im Triathlon" zu rechtfertigen versuchten.
Den Hinweis auf Nahrungsergänzungsmittel und was alles als 'natürlich' und 'aus Kräutern und Tees gewonnen' verkauft wird (und tatsächlich die versprochene Wirkung haben kann), fand ich sehr gut. Auch, dass explizit erwähnt wurde, dass es sich keineswegs nur um Spuren von verbotenen Substanzen als Verunreinigungen, sondern um absichtliche Beimischung als Hauptwirkstoff handelt und damit auch mit entsprechenden Nebenwirkungen einhergeht. Die Bilder mit Gels und Riegeln in diesem Zusammenhang waren allerdings irreführend.
Klar, dieses oder jenes hätte man in dem Beitrag noch unterbringen können. Aber unser Sport ist nicht so schlecht dabei weggekommen, ohne möglichen oder tatsächlichen Dopinggebrauch im Triathlon zu verharmlosen.
Grüße und vielen Dank an dich Arne für deine unermüdliche Arbeit für einen sauberen und spannenden Sport,
sutje
