Die Kunst ist es dann, während des Rennens die Taschen so zu ordnen, dass man später auch alle zackig wieder rausgeben kann, denn wenn die verschwitzten Läufer in langer Schlange vor Deinem Container warten, hast Du Stress, Stress, den man sich lieber sparen sollte. In unserem Container lief es jedenfalls bestens, wir konnten die Startnummern schon von weitem lesen und dann sehr früh die Taschen suchen. Astrein.
Den Lauf (oder genauer gesagt die Läufe, Start 12 und 15 h) jedenfalls gewann Dennis Mehlfeld aus Lübeck, der letztes Jahr auch schon weit vorn war, ich glaube 3. hinter Dieter Baumann. Er pulvierisierte auch den Streckenrekord, allerdings lief Dieter meines Erachtens nach letztes Jahr recht defensiv, mehr mußte er einfach nicht machen. Hier kommt Dennis rein, Zeit siehe oben im Bild:
Später schlug noch das Wetter um. Im strömenden Regen war es nicht mehr ganz so witzig, zumal ich auch mit Bahn und Rad reingefahren bin. So konnte ich mir schon mal Gedanken über die feuchte Heimreise machen. Für unseren Einsatz wurden wir recht großzügig entschädigt: ein Teilnehmershirt, hübsch in blau mit Brücke drauf, eine super Winterlaufjacke von Asics, überall im Bild, Essens- und Getränkebons sowie noch 3,50 € / h Spesen. Das ist jetzt nicht unbedingt das Geld, für das ich sonst arbeite, aber so hatte ich ich immerhin das komplette Fahrgeld für das SH-Ticket wieder. Auf dem Weg nach Hause sah ich dann, über eine Baustelle, nochmal die schöne Brücke:
Außerdem gab es für mich noch einen Blick von der Freihafenelbbrücke auf die Elbphilharmonie, die Hafencity und die Skyline. Wie schön ist doch die Stadt. Allein für diesen Blick hat sich der Ausflug schon gelohnt.
Einem anderen Volunteer habe ich auch noch eine Finishermedaille abgeschnackt, ich fand irgendwie, ich sollte auch noch so eine haben. Hübsches Ding. Bekannte traf ich auch satt und reichlich. Die Laufszene ist doch ein Dorf. Wenn 5000 bei so einem Lauf starten, sind einfach immer wieder welche dabei. Toller Nachmittag, dieses Mal ohne Laufen (für mich).
