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Alt 15.07.2012, 13:18   #94
Gonzo
Szenekenner
 
Benutzerbild von Gonzo
 
Registriert seit: 12.10.2006
Beiträge: 995
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
wir drehen uns im Kreis ....
Ich zitierte die Immobilienkrise in den USA als Begründung, dass so etwas (die Immobilienkrise) wie in Spanien mit oder ohne Euro geschehen kann und die Verluste gleichermassen sozialisiert werden.
Widerspreche ich Dir nicht.

Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Ich begründete die hohen Zinsen in Spanien vor dem Euro vor allem mit der damaligen Inflation in Spanien. Auch Deutschland hatte in Zeiten von mehr Inflation entsprechend hohe Zinsen:

"In den 1970er Jahren führten merklich anziehende Inflationsraten zu noch höheren Zinsen an den Kapitalmärkten. So erreichte die Rendite festverzinslicher Wertpapiere 1974 mit 10,6 % erstmals einen zweistelligen Wert, sank dann aber bis 1978 auf 6,1 %, um in den folgenden Jahren erneut zu steigen. 1981 rentierten sich Festverzinsliche im Schnitt wieder mit 10,6 %. Zugleich betrug allerdings auch die Inflationsrate 6,3 %. Danach ging es mit Zinsen und Inflationsraten gleichermaßen abwärts."
http://www.die-bank.de/finanzmarkt/d...cher-ruckblick

Die Zinsen sanken im Zuge der Euroeinführung auch in Spanien, weil die Wirtschaftspolitik sich änderte, die EZB die Geldpolitik bestimmte, die Euroländer Autonomie abtraten und Maastricht Kriterien gelten wie eben u.a. Preisstabilität ( = geringe Inflation = geringe Zinsen).
Widerspreche ich Dir auch nicht bzgl. eines klaren Zusammenhangs zwischen Inflationsrate und Zinsniveau. Es gibt halt aber auch noch andere Einflußfaktoren.

Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
....Gerede vom "Verfrühstücken billigen Geldes" und das "Party Feiern auf Kosten anderer" in Spanien, das durch Wiederholung IMHO nicht wahr wird.
Mach's doch nicht unbedingt nur an Spanien fest. Vielleicht war die Wortwahl auch zu oberflächlich. Laß es mich mal allgemeiner formulieren: einige Länder haben die Möglichkeit, sich (wegen niederigerem Zinsniveau durch den Euro) günstig zu verschulden, zu stark ausgenutzt und dieses Geld auf Pump eher für Konsum und nicht für vielleicht sinnvollere/nachhaltigere Investitionen ausgegeben. Und wir sind, obwohl wir seriöser gewirtschaftet haben mit im Boot, die Zeche zu bezahlen. Und die ist nicht gerade klein.

Damit sollten wir es aber so langsam bewenden lassen. Wir drehen uns wirklich im Kreis. Und den Schädel müssen wir uns wegen (teils) unterschiedlicher Standpunkte auch nicht einschlagen

Schönen Sonntag noch
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