Zitat:
Zitat von Gonzo
Die Anleihezinsen gingen im Zuge der Euroeinführung nur in den früheren "Weichwährungs"-Ländern zurück. Eben weil es ab da keine Weichwährung wie Lira und Peseta mehr gab, die früher kontinuierlich gegenüber der D-Mark abgewertet hatten. Die Maastricht-Kriterien wurden ja eingeführt, um die Euro-Gegner zu beruhigen, da sie ja gewisse Stabilität bzgl. Verschuldung, Inflation garantieren sollten.
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Ich denke, die Maastricht-Kriterien führte man ein, um die Inflation in den Euroländern so gering wie möglich zu halten, um eine "harte" Währung nach aussen zu gewährleisten, quasi als verpflichtende Handlungsmaxime, und weniger zur Beruhigung der Eurogegner. Und man schaffte die EZB, welche für die Geld- und Zinspolitik des Euros zuständig ist.
Spanien wies seit Eurozeiten eine sehr geringe Inflation der Verbraucherpreise auf bei moderaten Wachstum auf, deswegen gab es auch niedrige(re) staatliche Anleihen-Zinsen, entsprechend den Vorgaben der EZB.
Und:
Gegenüber dem Dollar wertete der Euro bekanntlich die ersten zwei Jahre nach der Einführung ab bis 1 Euro = 0.85, dann Aufwertungsphase, dann Seitwärts im Zick-Zack ... , d.h. der Dollar wertete gegenüber dem Euro seit der Einführung ab! Dieses Verhältnis gibt keinen Anlass, den Euro jetzt als "Weichwährung" zu sehen.
-qbz