Zitat:
Zitat von Tri_Fox
Geb dir in allem grob Recht  Wenn es eine latente Zöliakie ist, dann muss es sich ja auch nicht zwingend in den typischen Symptomen niederschlagen.
Das wir aber evolutionsbiologisch nicht genug angepasst wären kann man so pauschal nicht stehen lassen (zumindest für Gluten), die Prävalenzen für die Unverträglichkeit/Allergie sind sehr weit gestreut.
Bei Afrikanern, Skandinaviern und Asiaten ist Zöliakie sehr selten wobei sie in den USA glaub relativ häufig ist. (nichts desto trotz, keine Getreidebeikost ohne Stillen!  )
Bei Casein würde ich dir aber recht geben. Das ist schon etwas häufiger anzutreffen. Casein ist in Muttermilch wenig vorhanden und hat im Kostplan eines Neugeborenen mMn nichts zu suchen, zumindest bis zum 6. Monat.
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Die Häufigkeit von nachgewiesener Glutenunverträglichkeit korreliert auch mit der Häufigkeit gezielter Messung. Da gerade Asiaten kaum glutenhaltiges Getreide essen, kommt es auch kaum zur Ausbildung der einschlägigen Symptome bzw. zu der Idee eines Arztes, dass er auf Gluten testen sollte. In Afrika dürfte nur ein Bruchteil der Menschen regelmäßig Kontakt zu einem Arzt haben, wenn sie krank sind und falls doch, dann fehlt es vielfach an labortechnischen Einrichtungen. M.E. ist die statistische Häufigkeit einer Glutenunverträglichkeit aufgrund fehlender gezielter Erhebung grob unterschätzt. Dito was Laktoseintoleranz in unseren Breiten betrifft und ebenso Casein.
Was die schädigenden Wirkungen von Getreidelektinen angeht(zB WGA (Wheat Germ Agglutinin), das das Andocken von Vitamin D an den Zellrezeptoren betrifft. das dann nicht mehr andocken kann (
dazu) - Weizenkonsum sorgt für eine um 43% beschleunigte Entleerung der D-Speicher (
dazu)), so ist die Forschung auch erst den Kinderschuhen entwachsen und wenn Du einen 08/15-Arzt fragst, was Lektine seien und ob die etwas mit Allergien usw zu tun haben könnten, dann schaut er Dich an wie ein Mondkalb.