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Musik und Sport in dieser Beziehung gleichzusetzen bringt wirklich nichts. Beim Sport gibt es ganz klare Regeln, wie Leistungen zu erbringen sind, Hauptzweck des Spitzensports ist der Wettkampf, für den eine gewisse Chancengleichheit essenziell ist. Musik hingegen hat mit einem Wettkampf doch nichts zu tun, hier ist allein das "Produkt" entscheidend. Ob ein Maler ein Bild eingeraucht gemalt oder Janis Joplin völlig dicht gesungen hat, ist alleine deren Sache (mal abgesehen davon, dass Drogen Künstler in der Regel nicht besser machen). Diesem Argument kann ich überhaupt nichts abgewinnen.
Und zum eigentlichen Thema: Armstrong ist ein Bulldozer und Zerstörer, der in der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich ist. Wenn das strafrechtlich relevant ist, sollte man es verfolgen. Ich würde es ihm gönnen, wenn sie ihn drankriegen, finde es aber trotzdem objektiv erstaunlich (nicht: toll), dass er - noch immer - trotz der überwältigenden Beweise und vieler Gegner, ein Angreifer und kein Opfer (wie zB Ullrich) ist. Schön wäre es, wenn sie ihn bei einem Triathlonwettkampf, in dem er vorne gelandet ist, drankriegen würden. Dazu müssten sie ihn aber auch erst einmal testen ...
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