Zitat:
Zitat von Jakob
Sehe ich genauso. Da den Sportler isoliert herauszupicken, dessen Karriere und Existenz vom sportlichen Erfolg abhängt, dem er sein ganzes Leben lang alles untergeordnet hat, und dabei das ganze Umfeld auszublenden, das Doping aktiv fördert wenn nicht einverlangt oder zumindest akzeptiert, ist viel zu kurz gegriffen.
Ich verstehe auch nicht, wie intensiv va in Deutschland die Hassgefühle gegenüber Armstrong und Ullrich sind, die doch eine grandiose Show geboten haben (Armstrong gegen Ullrich war wirklich etwas Besonderes!). Und was ist der Spitzensport (Betonung auf Spitzensport) anderes als eine Show? Macht das jetzt wirklich so einen großen Unterschied, wenn sich Ullrich UND Armstrong (und alle anderen Spitzenfahrer wie Basso, Pantani etc) abgenommenes Eigenblut refundiert und andere dubiose Mittel reingezogen haben? Es bleibt ungustiös, keine Frage, und man will nicht, dass sich Menschen schädliche Drogen reinziehen, nur um schneller radfahren zu können aber mein Gott, die haben niemanden vergewaltigt, die Allgemeinheit nicht geschädigt, kein Geld unterschlagen sondern allenfalls ihrer eigenen Gesundheit geschadet (das tut jeder Raucher auch). Toller Sport war es dennoch.
Es ist ja auch nicht so, dass der gewinnt, der sich einfach am meisten von allen reinzieht, schließlich gibt es doch so etwas wie Dopingkontrollen. Gewinner sind die allerfleissigsten Riesentalente, die darüber hinaus so schlau sind, die Grenzen auszureizen OHNE erwischt zu werden. Wirklich sauber war (und ist) von den echten Spitzenfahrern nachweislich kein einziger (ausser natürlich Raelert, Wellington und Lothar Leder).
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Hallo, wir sind hier in einem Sportforum und nicht im Forum der Kleine Zeitung!
So wie du kann auch nur ein Sofasportler reden, einer der sich die Tour am Fernseher oder Straßenrand ansieht und dem sämtliche persönliche Bezüge in den Leistungssport fehlen und für den deshalb eine Triathlon-Langdistanz oder die Tour de France reine Unterhaltungsshow, ähnlich wie Profi-Wrestling ist.
Stell dir mal vor, du hättest einen sporttalentierten Sohn (Radfahrer oder Triathlet ist egal). Ab welchem Stadium seiner Entwicklung würdest du ihm raten, mit Doping zu beginnen und seine Gesundheit zu gefährden?
Stell dir mal vor, du betreibst selbst ambitioniert Triathlon, hast ein paar Erfolge und dein Traum ist es, die Hawaii-Quali zu knacken. Wäre es dir immer noch egal, was sich dein unmittelbaren Konkurrenten um den einen Quali-Platz so reinziehen? Wärst du vielleichst sogar selbst bereit, die - wie du es schreibst-"Grenzen auszureizen, ohne erwischt zu werden".