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(Müßige Diskussion)
Ich denke, man fotografiert, damit man ein Dokument schafft, ungeachtet dessen, ob man mit dem Dokumentierten einverstanden ist oder nicht. Denn die Alternative wäre weitaus schrecklicher:
Vergessen
Es hat Fotografen gegeben, die Auschwitz dokumentierten, es gibt heute Fotografen, die das jeweilige Kriesengebiet dokumentieren, es gibt eine ganze Reihe von ihnen, die dafür auch getötet werden.
Daß die Medien in der Nacharbeit nicht immer den richtigen Ton treffen, daß Preise vergeben werden, obwohl der Inhalt des Bildes keinen Preis verdient, ist eine - meinetwegen bedauerliche - Erscheinung der modernen Welt.
Aber immer noch besser, als kein Preis, keine Veröffentlichung und keine Dokumentation.
Wenn wir aufhören, das Töten zu dokumentieren, ist es selbstverständlich geworden.
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"Ich hab das gar nicht gewußt!!"
Live is a bitch and then you die
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