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Zitat von Rhing
Ach komm, Helmut, als RA bin ich Dienstleister. Wie ich vorgehe, bestimmt der Mandant, natürlich innerhalb gewisser Grenzen. [...]
Das "Schmeissen mit Dreck" find ich auch nicht toll, aber der Mandant bestimmt, wie vorgegangen wird
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Zunächst hat jeder Mensch die Möglichkeit Nein zu sagen und selbst zu entscheiden. Sich selbst als "gesteuertes Opfer" des Mandanten zu sehen ist eine reichlich passive Haltung. Es gibt Geschäfte, die macht man als Unternehmer nicht. Es gibt genug Geschäfte, die sauber und in Ordnung sind.
Das Du Grenzen siehst ehrt Dich und unterscheidet Dich von einigen RAe die ich kenne.
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Zitat von KalleMalle
Na - jetz mach doch die Anwälte nicht gleich alle schlecht. Die denken nun mal so weil sie es müssen.
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1. Mach ich nicht. 2. Nein, die denken so, weil sie - egal wie - Geld verdienen wollen. Das ist ein feiner Unterschied.
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Zitat von KalleMalle
Und schießlich herrscht in Sachen advokatischer Winkelzüge ja durchaus Ausgeglichenheit.
Oder glaubt Du tatsächlich, daß ein Arbeitgeber gezwungen ist, einen Mitarbeiter aus wirtschaftichen Gründen zu entlassen nachdem der ne Frikadelle aus der Mülltonne gempost hat.
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Ich lehne diese Art der Vorgehensweise auf's Schärfste ab - auf beiden Seiten und nein, das glaube ich nicht.
Beispiel aus dem realen Unternehmerleben: Ich hab ne Mitarbeiterin fristlos entlassen, weil sie Kohle aus ner "Kasse" geklaut hat. Die Kohle gehörte der Gemeinschaft, sie wurde von den MA gesammelt um nen Ausflug zu machen. Die Gute hat das vor Zeugen zugegeben, die Kündigung und das Vorgehen war juristisch einwandfrei - es schien alles ok.
Sie is dann zu nem Anwalt, der mich/uns mit irgendwelchem Scheiß zugemüllt hatte. Ein Zeitdieb - mehr nicht. Nach Rücksprache mit meinem/unserem Anwalt: Die haben keine Chance aber es kann sich ziehen. Fazit: Ich/Wir haben Geld gezahlt, damit wir unsere Ruhe haben und nicht Zeit aufwenden müssen, die wir besser in unsere Kunden investieren wollten - man sollte ja Geld verdienen, wenn es das Unternehmen, das eingesetzte Eigenkapital, das beliehene Häuschen und die Arbeitsplätze morgen noch geben soll.
In anderen Worten: Die Mitarbeiter in unserem Unternehmen sind beklaut worden und wir haben Geld bezahlt damit wir uns in Ruhe weiter unserem Geschäft widmen konnten. Das man für solche Sachen einen Anwalt finden ist eine Unverschämtheit! Dem ging es nur darum durch "zumüllen" eine Zahlung rauszuholen. Der wusste genau, das man in nem KMU was anderes zu tun hat als sich vor Gericht zu tummeln. So ein Kerl ist eine Schande für die zivilisierte Menschheit.