Zitat:
Zitat von Lucy89
...Es fühlt sich so an, als würde Unmengen an Laktat in meine Beine laufen, immer weiter. Meine beine wurden immer schwerer, so wie nach einem 30km Lauf. Jetzt bin ich zu Hause und hoffe, dass ich gleich nicht wieder dolle Schmerzen habe. Meine beine fühlen sich grad ziemlich taub an. ...Aber es tut halt nirgendwo speziell weh, sondern beide Beine sind einfach nur unendlich schwer und steif.
Vielleicht ist es echt was mit den nerven, immerhin kribbeln die Beine auch oft so furchtbar.
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Hört sich deiner Beschreibung nach an wie eine Claudicatio spinalis, das ist die "Schaufensterkrankheit", die vom Rücken kommt, wenn die Nerven dort zu wenig Platz haben wegen eines zu engen Spinalkanals.
Statistisch gesehen bist du dafür aber viel zu jung und das NMR war ja völlig unauffällig, was trotz deiner Symptomschilderung dagegen spricht.
Vergleichbare Symptome gibt es auch bei einem Wirbelgleiten bzw. ausgeprägter segmentaler Instabilität (die entsprechenden Fachbegriffe, falls du googlen willst, heißen Spondylolyse oder Spondylolisthesis). Das kommt durchaus auch bei jungen Frauen vor und zwar bevorzugt bei solchen die überdurchschnittlich beweglich (hypermobil) sind, z. B. Kunstturnerinnen.
Diagnose sichert man da mit Röntgen-Funktionsaufnahmen im Stehen und im NMR (Kernspin) fällt die Instabilität nicht auf, weil man da ja enstpannt in der Spule auf dem Rücken liegt.
Therapie ist soweit möglich konservativ (Stabilisierungsübungen, wie ja schon ca. 20-30mal hier im Thread empfohlen: die Tatsache, dass das Problem
erst nach 2km los geht, ist ja ein starkes Indiz, dass Ermüdungsprozesse der Haltemuskulatur eine Rolle spielen. Manchmal (bei entsprechend hohem Leidensdruck und unzureichender Wirksamkeit konservativer Therapie über ausreichend langen Zeitraum) bleibt einem auch nichts anderes übrig, als das instabile Segment operativ zu verschrauben.