Zitat:
Zitat von TriOwl
ich weiss für meinen teil das ich mich aus diesen tief auch wieder rausziehe... aber es ist schon interessant, das man mit jungen jahren viel weniger an sich ran liess...
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Hmm, das mit "jungen Jahren" kann ich für mich jetzt nicht bestätigen. Hatte vor einigen Jahren auch sowas wie einen Durchhänger, Burn-Out oder wie auch immer man das bezeichnet. Wollte halt vieles gleichzeitig, funktionierte alles super. Und dann kamen in sehr kurzer Zeit unheimlich viele Probleme auf einmal. Privater Stress, an der Uni lief es nicht, ... aber zu lange habe ich trotzdem probiert irgendwie alles auf die Reihe zu bekommen. Hat am Ende 2 Jahre gedauert bis ich so richtig wieder in Tritt kam.
Eigene Grenzen kennen und konsequent einhalten, Prioritäten im Leben neu definieren usw.. Danach habe ich einiges anders gehandhabt. Z.B. in Punkto Sport: Klar setzt man sich Ziele, ich trainiere auch gerne ambitioniert. Aber ich mach mir auch keinen Stress wenn es mit den Wettkampfzielen nicht so klappt weil zu wenig Zeit/Lust für das Training da war. Habe mir einfach mal klar gemacht warum ich Triathon betreibe: Weil es mir Spaß macht! Ich gehe gerne im Wald laufen, fahre gerne Rennrad, ... ob da jetzt 10h oder 11h auf der LD herauskommen macht da nur einen geringfügigen Unterschied.
Auch wenn es einfach klingt, letztlich ist es genau das mit den 100% kann man geben. 100% im Job + 100% woanders geht halt auf dauer nicht. Kurzzeitig ja, aber dann braucht man auch wieder Erholung. Genau wie zu viel Training ins Übertraining führt ist es im restlichen Leben nicht anders. Mutet man sich zu viel zu endet es irgendwo in Burn-Out, Depression oder in anderen gesundheitlichen Problemen wo der Körper einfach mal seine Pause einfordert und klar signalisiert "so nicht weiter".