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Zitat von huck
Auch Erkältungsresistenz würde ich auf omega3 zurückführen
oder
Ich denke, wenn das Immunsystem auf Hochtouren arbeiten muss (Getreide, Milch), steigt die Wahrscheinlichkeit Erkältung, Grippe etc. zu bekommen
kommentarlos hinnimmst, wundert mich schon ein wenig.
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Auch wenns nicht an mich gerichtet war:
Wenn jemand Stoffwechselprobleme mit Milch und/oder Getreide hat, betreffen diese zunächst primär einmal den Darm. ich denke wir brauchen nicht draüber diskutieren, wie wichtig eine intakte Darmflora für ein funtionierendes Immunsystem ist (man denke an die Probleme, die man in der Folge von Antibiotikabehandlungen bekommen kann oder der Medienhype um "Probiotika" die unser Immunsystem laut Werbeversprechen stärken) Ein fortschreitendes ernährungsbedingtes Darmproblem fürht zu Entzündungen der Darmschleimhaut, in der Folge kann die Darmwand angegriffen werden bis hin zu "Löchern" im Darm it der Folge dass unverarbeitete und giftige Stoff in die Blutbahn gelangen können. Dies sind dann massive Endstadien von Entzündungssyndromen, wie sie zb auch Collitis Ulcerosa oder Morbus Chron kennzeichnen. Hinzu komt, dass ein entzündeter Darm nicht mehr in der Lage ist, Mikronährstoffe in die Blutbahn abzugeben, so dass es zur Unterversorgung zb mit Mineralien und Spurenelementen auf der Zellebene kommen kann, was auch wiederum das Immunsystem schwächen kann.
Treten Entzündungen auf, reagiert das Immunsystem und die körpereigenen Entzündungsbekämpfungsmechanismen. Das Immunsystem ist im Dauereinsatz und daher schnell überlastet, wenn zusätzlich Erkältungsviren aller Art für Ärger sorgen. Man kennt doch das Phänomen auch, wenn man eine harmlose Erkältung hat zb, und sich eine Bronchitis "drauf setzt". Das kann sie vor allem deswegen oft, weil das Immunsystem mit der Erkältungsbekämpfung überlastet ist.
Umkehrschluß (so habe ich Tweety's Aussage verstanden und interpretiert): Wenn Du die Störquellen für Deine Darmgesundheit (Milch, Getreide,...) ausgeschältet hast, hat Dein Immunsystem wieder mehr Kapazität, um zB Grippeviren zu bekämpfen und dies äußert sich in einer geringeren Zahl von Infekten, die Du als solche auch als Krankheit wahrnimmst.
Was haben nun die Omega-3-Fettsäuren in diesem Kontext verloren? Omega-3-Fettsäuren sind die Bausteine von Eicosanoiden, die die Entzündungsbekämpfung managen. Omega-6-Fettsäuren sind hingegen entzündungsfördernd, spielen aber auch positive Rollen zb für die Blutgerinnung (wir würden sonst verbluten, weil sich ne Wunde nicht schließt, wenn sie nicht wären). Wo die Fette drin sind: Siehe Teil 2 des Essays.
Wenn ich unter Entzündungssyndromen leide, tue ich gut daran die Entzündungsabwehr zu fördern - also reichlich Omega-3-Fettsäuren (fetter Fisch, Fischölkapseln, Leinöl) rein und die Entzündungen bauen sich hoffentlich ab...tun sie da, wird dadurch das Immunsystem entlastet. Folge: Mehr Kapazität zur Infektbekämpfung, weniger Erkältungen.
Ich hoffe ich hab die Zusammenhänge (wenn auch sehr verknappt) nachvollziehbar dargestellt.
Gruß Robert