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Alt 22.12.2009, 13:23   #1515
Rather-Lutz
 
Beiträge: n/a
Ich muss jetzt wohl nochmal ein paar Dinge versuchen zu erklären fürs vielleicht bessere Verständnis.
Warum ich mich für den Weg entschieden habe mir Hilfe beim Training zu suchen liegt natürlich nicht an meinem Leistungsgedanken und Vermögen.
Es ist so das ich durch meine Erkrankung Strukturen in meinem Leben brauche.

Sei es der versuch morgens aufzustehen, den Tag zu beginnen, mich zu duschen und irgendetwas Aktives zu machen.
Das betrifft alle Bereiche meines Lebens und natürlich auch den Sport weil er eng mit mir und meinem Dasein verknüpft ist.

Also ist das Training ein wichtiger Baustein mich bei meinem Weg nach körperlicher und seelischer Stabilität weiter zu bringen.
Eigentlich ist es eine Form der Therapie im Kampf gegen meine dunklen Dämonen.

Wenn ich versuche frei nach Schnauze zu trainieren und meinen tag zu gestalten dann funktionierst es nicht.
Ich grübel den ganzen Tag darüber nach was ich machen könnte und sollte und am Schluß bleibe ich dann meistens auf der Couch liegen.

Hab auch schon versucht mich an die TS Pläne anzulehnen, doch die nehme ich nicht ernst und deshalb bleibt das PDF dann sehr oft einfach zu.

Jetzt bezahle ich für meine Vorgaben, ich schicke jede Woche meine Rückmeldung wie die Woche war , was gut oder schlecht lief etc.

Ich habe ja auch Keine starren Vorgaben , oft schiebe ich die Einheiten innerhalb der Woche wie es mir am besten passt und das ist auch völlig ok so.
Einen Leistungsgedanken hab ich nicht, eigentlich nur einen roten Faden der mich durch die Wochen bringen könnte.
Ob ich ihm folgen kann oder nicht ist erstmal unwichtig, Hauptsache er ist da.

Wenn es in meinen Augen zu gut läuft dann warte ich quasi darauf das etwas Negatives passiert.
besonders schwer wird es dann am tag vor dem geplanten Ruhetag.
dann passieren so Sachen wie Sonntag, also das ich einknicke.
Aber das passiert mir ja auch bei Aktionen wie das Grauen im Schwimmbad und so.
Es ist für mich immer ein schmaler Grat zwischen Hoffnung und Absturz auf dem ich so lang spaziere wie ihr wißt.

Und mit der augenblicklichen Betreuung hab ich das für mich Optimale gefunden und bin sehr, sehr froh und glücklich darüber.
Ich merke die kleinen Schritte die ich Woche für Woche mache und die mein ganzes Problem betreffen und nicht irgendwelche sportlichen Aktivitäten.

Das ist eben mein Weg um Vertrauen in mich selber zu erlangen, meinen Geist und Körper in die richtige Richtung zu drücken und wieder stabiler zu werden.
Ich denke mal das ich damit auf einem guten Weg bin...
So das wollte ich noch loswerden damit nicht der Eindruck entsteht das ich mich permanent unter Druck setze und dem nicht gewachsen bin.
Der Sport ist mein Segen und auch manchmal Fluch, aber ohne ihn
wäre meine Welt sicher noch viel, viel düsterer...